
Private Krankenversicherung: Hohe Beiträge – gibt es einen Weg zurück in die GKV?
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Außerdem in dieser Ausgabe Gesundheitsreform: Für Gutverdiener wird die Krankenversicherung teurer – sollten Sie jetzt in die Private wechseln?
Von Matthias Kaufmann SPIEGEL: Frau Unger, Gesundheitsministerin Nina Warken will in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sparen. Unter anderem soll die Beitragsbemessungsgrenze deutlich nach oben gesetzt werden. Damit könnte es für Gutverdiener interessanter werden, eine private Krankenversicherung (PKV) abzuschließen.
Die Einzelheiten
Was sagen Sie den Menschen, die Sie zu diesem Thema beraten? Zur Person Foto: Privat Julika Unger ist juristische Fachberaterin für Gesundheit und Pflege bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Unger: Ich finde es verständlich, wenn manche Versicherte frustriert sind.
Gerade Freiberufler und Selbstständige kann so eine Erhöhung hart treffen, sie teilen sich den Versicherungsbeitrag ja nicht mit ihrem Arbeitgeber wie die Angestellten und müssen den vollen Mehrbetrag allein stemmen. Aber allen, die mit dem Gedanken an die PKV spielen, raten wir dringend, die Entscheidung nicht vorschnell zu treffen. Wer jetzt aus Verärgerung wechselt, riskiert, dass er sich das in ein paar Jahren nicht mehr leisten kann.
SPIEGEL: Was kann passieren? Unger: Die Höhe der PKV-Beiträge bemisst sich an den Bedingungen des Vertrags. Also vor allem an den vereinbarten Leistungen und der individuellen Risikoeinschätzung.
Was Experten sagen
Wer älter oder vorerkrankt ist, muss meist höhere Beiträge zahlen. Ob Sie sich das dann später noch leisten können, interessiert die Versicherung wenig. SPIEGEL: Und bei der Gesetzlichen?
Unger: Dort richtet sich die Höhe der Beiträge nach Ihrem Einkommen, sodass Sie weniger zahlen, wenn es mal schlechter läuft. SPIEGEL: Raten Sie grundsätzlich von der PKV ab? Unger: Nein, zwei Gruppen raten wir sogar oft zum Wechsel in die PKV.
Das sind zum einen Beihilfeberechtigte, also meist Beamte. Sie müssen durch die Leistungen der Beihilfe nur einen kleinen Teil ihrer Gesundheitskosten versichern und zahlen dadurch vergleichsweise kleine Beiträge. Die andere Gruppe sind Menschen, die unabhängig von der Arbeit sichere Einkünfte haben, etwa Mieteinnahmen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





