
Prozess in Wuppertal: Lebenslange Haft für Raser von Remscheid
Prozess in Wuppertal : Lebenslange Haft für Raser von Remscheid 07.05.2026, 13:50Lesezeit: 2 Min. Der Angeklagte (Mitte) im Gericht zwischen seinen Anwälten Boris Kröning (links) und Peter Krieger (Archivbild)dpa„Er war...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Prozess in Wuppertal : Lebenslange Haft für Raser von Remscheid 07. 2026, 13:50Lesezeit: 2 Min. Der Angeklagte (Mitte) im Gericht zwischen seinen Anwälten Boris Kröning (links) und Peter Krieger (Archivbild)dpa„Er war eine tickende Zeitbombe“: Ein 25-Jähriger erfasst mit einem mehr als 700 PS starken Sportwagen zwei junge Frauen.
Nun hat das Landgericht Wuppertal ihn wegen Mordes verurteilt. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der Raser von Remscheid ist in Wuppertal wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das dortige Landgericht sprach den 25-jährigen Unfallfahrer auch wegen versuchten Mordes und einem illegalen Autorennen schuldig.
Die Einzelheiten
Er hatte vor gut einem Jahr mit einem mehr als 700 PS starken Sportwagen zwei Frauen erfasst, von denen eine starb. Das Gericht entsprach damit der Forderung der Staatsanwaltschaft. Der 25-Jährige habe den Tod von Menschen in Kauf genommen, als er Vollgas gab, um mit seinem hochmotorisierten Wagen anzugeben, hatte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer gesagt.
Zwei junge Frauen waren 30. April vergangenen Jahres in Remscheid von dem PS-Boliden mit dem betrunkenen 25-Jährigen am Steuer erfasst und durch die Luft geschleudert worden. Der Wagen war beim Anfahren ausgebrochen und auf den Bürgersteig geraten.
Eine 19-Jährige starb, ihre Freundin überlebte schwer verletzt. Den Tod billigend in Kauf genommenDer deutsche Angeklagte hatte eingeräumt, gefahren zu sein, einen Tötungsvorsatz aber vehement bestritten. Eine Blutprobe hatte bei ihm einen Alkoholwert von 1,46 Promille ergeben.
Was Experten sagen
Der Staatsanwalt hatte auf zahlreiche halsbrecherische Fahrmanöver des Angeklagten verwiesen, die auf Videos dokumentiert seien. Seine Rücksichtslosigkeit sei kein Einzelfall gewesen, andere Verkehrsteilnehmer seien ihm egal gewesen. So habe er auch den Tod der beiden Frauen billigend in Kauf genommen.
Technische Mängel am Fahrzeug hatten die Sachverständigen nicht festgestellt. Die Verteidigung hatte dem Mordvorwurf widersprochen. Der 25-Jährige habe zwar rücksichtslos gehandelt, aber nicht mit Vorsatz.
Vielmehr habe er einen Fahrfehler gemacht, verbunden mit erheblicher Selbstüberschätzung. Eine Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung sei aber angemessen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





