
Pussy Riot: Protest gegen russischen Pavillon bei Biennale in Venedig
Streit über Biennale-Rückkehr Pussy Riot und Femen protestieren gegen russischen Pavillon in Venedig Schon vor der offiziellen Eröffnung gibt es Streit über die Biennale in Venedig. Nun rebellieren Aktivistinnen um die...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Streit über Biennale-Rückkehr Pussy Riot und Femen protestieren gegen russischen Pavillon in Venedig Schon vor der offiziellen Eröffnung gibt es Streit über die Biennale in Venedig. Nun rebellieren Aktivistinnen um die Performancegruppe Pussy Riot gegen die Rückkehr Russlands zu der Kunstausstellung. 41 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Aktivistinnen vor dem russischen Biennale-Pavillon: »War is Russia's art« Foto: Luca Bruno / AP Am Samstag wird die diesjährige Kunstbiennale von Venedig erst offiziell eröffnet. Doch schon während der Vorbesichtigungstage für die Fachwelt herrscht Unruhe um die renommierte Ausstellung.
Die Einzelheiten
Am Mittwochmorgen protestierten Aktivistinnen aus den Performancegruppen Pussy Riot und Femen dagegen, dass Russland diesmal wieder seinen Pavillon bespielt. Bild vergrößern Pussy-Riot-Frontfrau Nedezhda Tolokonnikova, umringt von Reportern Foto: Luca Bruno / AP Bald nach Öffnung des Geländes um 11 Uhr versammelten sich mit lila Mützen maskierte Personen vor dem Ausstellungsgebäude Russlands in den Giardini. Punkrock von Pussy Riot erklang, lila bengalische Feuer wurden gezündet.
Die Protestierenden skandierten Slogans wie »War is Russia's art«, »Art for show, graves below« oder auch »Fuck Russia«. Ähnliche Slogans hatten sich auch Aktivistinnen der Gruppe Femen auf ihre nackten Oberkörper geschrieben und präsentierten sie an dem regnerischen Vormittag, während sie ukrainische Flaggen hochhielten. Aus dem russischen Pavillion kam keine erkennbare Reaktion, die Biennale-Organisation ließ die Protestierenden gewähren.
Bild vergrößern Femen-Aktivistinnen protestieren gegen russische Teilnahme Foto: Marco Bertorello / Die Europäische Union hatte angekündigt, der Biennale einen Millionenzuschuss zu streichen. Wie die »Financial Times« berichtete, warnte die EU die Organisatoren, dass die Teilnahme Russlands als Verstoß gegen die Sanktionen wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine gewertet werden könne. Zweimal hatte Russland seither nicht teilgenommen, diesmal ist es dabei.
Was Experten sagen
Im Streit um den Umgang mit Russland und Israel trat die Jury geschlossen zurück. Sie hatte Kunst aus den beiden Ländern bei der Preisvergabe nicht berücksichtigen wollen. Die Eröffnungsfeier wurde abgesagt, ebenso wie die übliche Vergabe der Goldenen Löwen zu Beginn.
Die Preise sollen jetzt erst am letzten Tag der Ausstellung im November vergeben werden. Entscheiden darüber wird keine Jury mehr, sondern eine Abstimmung unter den Besuchern.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





