
Regierungskrise in London: Die Briten zahlen einen hohen Preis
Regierungskrise in London : Die Briten zahlen einen hohen Preis Von Philip Plickert, London 16.05.2026, 12:48Lesezeit: 5 Min. Besorgter Blick: Starmer hält eine Rede nach der Niederlage bei den...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Regierungskrise in London : Die Briten zahlen einen hohen Preis Von Philip Plickert, London 16. 2026, 12:48Lesezeit: 5 Min. Besorgter Blick: Starmer hält eine Rede nach der Niederlage bei den KommunalwahlendpaGroßbritanniens Labour-Regierung steht am Abgrund, das Land stagniert wirtschaftlich, die Zinskosten steigen.
Wie lange kann sich Premierminister Keir Starmer noch halten? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es gibt eine ökonomische Fieberkurve, die im Londoner Schatzamt für Nervosität sorgt: die Entwicklung der Zinskosten. Die Zinsen steigen, wenn die Anleihekurse fallen.
Die Einzelheiten
Während Premierminister Keir Starmer um sein politisches Überleben kämpft, sind die Zinsen auf Rekordwerte geklettert. In dieser Woche stieg die Rendite der dreißigjährigen Staatspapiere auf 5,8 Prozent, den höchsten Wert seit 1998. „Der Bond-Markt taumelt“, titelten die Londoner Zeitungen.
Britische Anleihekurse gaben mehr nach als andere europäische Papiere, denn das Regierungschaos in Westminster belastet den Markt. Falls Starmer stürzt, würde die Labour-Partei wohl deutlich nach links rücken – und möglicherweise die Schuldenbremse über Bord werfen. Der glücklose Premier klammert sich an sein Amt in der Downing Street, trotz aller Rücktrittsforderungen aus seiner Partei.
Bei den Kommunalwahlen in England und den Regionalwahlen in Wales und Schottland hat Labour ein Desaster erlebt. Fast 1500 Sitze verlor die Partei. Einstige Hochburgen liegen in Trümmern.
Was Experten sagen
Dagegen triumphierte Reform UK, die rechtspopulistische Partei von Nigel Farage. Laut landesweiten Umfragen hätte Farage gute Chancen, Premierminister zu werden – das Albtraumszenario für die britische Linke. „Das Land nicht ins Chaos stürzen“Am Montagmorgen steht Keir Starmer in einem Gemeindezentrum in der Londoner Coin Street.
Er trägt ein weißes Hemd, kein Jackett, keine Krawatte. Lässig soll das wirken. Seine PR-Leute wollen diese Rede als „Reset“, als Neuanfang verkaufen.
Die Wahlergebnisse nennt Starmer „hart, sehr hart“, er gibt Fehler zu, aber er beschwört Labour, ihn weiter zu unterstützen. Mit fast bebender Stimme warnt er vor Reform und den Grünen. Er werde „nicht weglaufen“ und „das Land ins Chaos stürzen“.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





