
Regisseurin Sonja Heiss: Wie es war, im Jahr 2001 fünfundzwanzig zu sein
Regisseurin Sonja Heiss : Wie es war, im Jahr 2001 fünfundzwanzig zu sein Von Sonja Heiss 10.05.2026, 17:38Lesezeit: 5 Min. Sonja Heiss mit 25Nikolai von GraevenitzNichts war fertig, alles offen, und dann das angenehme...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Regisseurin Sonja Heiss : Wie es war, im Jahr 2001 fünfundzwanzig zu sein Von Sonja Heiss 10. 2026, 17:38Lesezeit: 5 Min. Sonja Heiss mit 25Nikolai von GraevenitzNichts war fertig, alles offen, und dann das angenehme Gefühl, unsterblich zu sein: 2001 kam ich als angehende Künstlerin nach Berlin.
So gut wurde es nie wieder. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Im Jahr 2001, also vor genau fünfundzwanzig Jahren, kam ich nach Berlin. Damals war ich fünfundzwanzig Jahre alt.
Die Einzelheiten
Als angehende Künstlerin zu dieser Zeit in Berlin zu sein, war vielleicht das Beste, was man erleben konnte. Ich unterhielt mich neulich mit Freunden darüber, dass wir die möglicherweise phantastischste Zeit in einer großen europäischen Stadt erlebt haben, die es je gab. Und dahin würde ich gerne noch einmal zurück, ja.
Ob ich gerne noch einmal fünfundzwanzig wäre, das weiß ich nicht. Aber unter Zuhilfenahme einer Zeitmaschine wäre ich dabei. Wir waren so frei, man brauchte fast kein Geld zum Leben, überall gab es Kunst, Künstler, Clubs und Musik.
Nichts war fertig, alles offen. Legal und illegal, spontan und billig. Wir feierten endlose Partys, und während wir in unseren spottbilligen Wohnungen die alte Raufasertapete zentimeterweise von den Wänden kratzten, dachten wir uns wilde Filme aus.
Was Experten sagen
Kein Plan für die ZukunftIch komme aus München und tauchte in Berlin in ein anderes Universum ein. Ich hatte keinen Plan für meine Zukunft, kein Szenario, wie mein Leben einmal sein sollte, und keine Ahnung, wohin ich mich bewegte. Erst einmal bewegte ich mich einfach woandershin.
Ich hatte keine Angst. Und natürlich war da noch dieses Gefühl, das man in dem Alter ohnehin hat, nämlich dass einem die Welt gehört. Sonja Heiss heuteJens KochDarüber hinaus waren wir natürlich der Meinung, unsterblich zu sein.
Ein durchaus angenehmes Gefühl. 2001 war auch mein zweiter Film, „Karma Cowboy“, fertig. Mit einer Kommilitonin und einem Kameramann waren wir drei Monate durch die USA gereist und hatten einen dokumentarisch-fiktiven Film gedreht, in dem wir nach einem Mann suchten, den es in Wirklichkeit nie gab.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





