
Rheinland-Pfalz: Schnieder belohnt Loyalität mit wichtigen Ämtern
Rheinland-Pfalz : Schnieder belohnt Loyalität mit wichtigen Ämtern Von Timo Steppat, Mainz 13.05.2026, 19:50Lesezeit: 4 Min. Künftige Regierungsmannschaft: Die CDU-Minister und Staatssekretäre in Rheinland-PfalzdpaSo...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Rheinland-Pfalz : Schnieder belohnt Loyalität mit wichtigen Ämtern Von Timo Steppat, Mainz 13. 2026, 19:50Lesezeit: 4 Min. Künftige Regierungsmannschaft: Die CDU-Minister und Staatssekretäre in Rheinland-PfalzdpaSo lange wie in Rheinland-Pfalz war die CDU zuletzt in keinem Bundesland in der Opposition.
Wie sich der künftige Ministerpräsident dafür aufstellt. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die CDU hat in Rheinland-Pfalz eine große Tradition. Bis 1991 regierte sie das Land ununterbrochen, 44 Jahre lang.
Die Einzelheiten
Im Wahlkampf verteilte man Schilder mit den Namen großer Ministerpräsidenten wie Helmut Kohl oder Bernhard Vogel. Spitzenkandidat Gordon Schnieder wollte daran anknüpfen, auch wenn sich nur die Älteren daran erinnern können. Er gewann die Wahl, am Montag soll er mit den Stimmen von CDU und SPD zum Ministerpräsidenten gewählt werden.
In keinem anderen Bundesland waren die Christdemokraten zuletzt aber auch so lange in der Opposition. Politische Talente gingen nach Berlin oder Brüssel oder wurden Landräte. In der Staatskanzlei findet Schnieder nun eine Verwaltung vor, die über Jahrzehnte von und oft auch mit Sozialdemokraten besetzt wurde.
Die Frage, wie Schnieder seinen Regierungsapparat aufbaut, entscheidet auch darüber, ob er sein großes Versprechen („Ein Land, das funktioniert“) und seine Reformvorhaben umsetzen kann. Schnieder setzt auf LoyalitätErst in dieser Woche hat Schnieder öffentlich gemacht, wie er die wichtigsten Posten besetzen will. Dabei setzt der prinzipientreue Schnieder vor allem auf eines: Loyalität.
Was Experten sagen
Viele, die ihm in der Landtagsfraktion treu ergeben waren, wechseln nun in Regierungsämter. Der Wichtigste unter ihnen ist wohl Marcus Klein. Der bisherige parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion wird im Rang eines Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien zuständig sein; außerdem soll er die Staatskanzlei leiten.
Der Volljurist Klein arbeitete einst als Büroleiter des saarländischen Ministerpräsidenten Peter Müller, er weiß, wie Verwaltungsarbeit funktioniert. Schnieders eigener Büroleiter Florian Birkmeyer wechselt als Ministerialdirektor in die Staatskanzlei. Ihm obliegt es in diesen Tagen, Posten wie den des Abteilungsleiters Politische Planung neu zu besetzen.
Anders als im Bund sind die meisten Abteilungsleiter aber keine politischen Beamten, also nicht leicht austauschbar. Lange war auch nicht klar, wen die SPD in ihre Ministerien mitnimmt. Künftige Regierungssprecherin dürfte Nina Weise werden, im Wahlkampf war sie für Schnieders Kommunikation verantwortlich.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





