
Risiken politischer Gewalt: Kriege sind für Unternehmen das größte Risiko
Risiken politischer Gewalt : Kriege sind für Unternehmen das größte Risiko Von Markus Frühauf, München 19.05.2026, 07:44Lesezeit: 3 Min. Schiffe in der Straße von Hormus: Iran kontrolliert diese für Öl- und Gasexporte...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Risiken politischer Gewalt : Kriege sind für Unternehmen das größte Risiko Von Markus Frühauf, München 19. 2026, 07:44Lesezeit: 3 Min. Schiffe in der Straße von Hormus: Iran kontrolliert diese für Öl- und Gasexporte wichtige Meerenge.
Das bedroht die Lieferketten vieler Unternehmen. dpaNach einer Allianz-Umfrage verändert der Irankrieg die Risiken für Unternehmen und Versicherer. Anpassungsfähigkeit und mehr Resilienz sind von entscheidender Bedeutung.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Fast zwei Drittel der deutschen Unternehmen betrachten Krieg im Bereich politischer Gewalt als das größte Risiko. Das geht aus einer aktuellen Studie der auf Firmenkunden spezialisierten Allianz Commercial zum Thema politische Gewalt hervor. Terrorismus oder Sabotage landen mit jeweils 54 Prozent auf dem zweiten Rang.
Dahinter folgt die Sorge vor umfassenden Desinformationskampagnen mit 46 Prozent. Die Allianz-Experten befragten dazu die Risikomanager von 56 deutschen Unternehmen. In dem im Januar veröffentlichten Allianz Risk Barometer waren politische Risiken und Gewalt als größte Gefahren für Unternehmen vom neunten auf den siebten Platz vorgerückt.
In der nun dazu vertieften Umfrage bewertet mehr als die Hälfte der 500 befragten Unternehmen aus 50 Ländern Krieg als das am meisten gefürchtete Risiko im Bereich politischer Gewalt. Konflikte in Europa und im Nahen Osten störten den globalen Handelsfluss, belasteten politische Allianzen und erhöhten die Risiken für Unternehmen weltweit. Betriebsunterbrechung ist die größte GefahrRund 60 Prozent der Befragten aus Europa und dem asiatisch-pazifischen Raum sehen Krieg als das größte Risiko an.
Was Experten sagen
Zivile Unruhen liegen weltweit auf Platz zwei (49 Prozent), Terrorismus/Sabotage auf Platz drei (46 Prozent). Als eines der gravierendsten Risiken politischer Gewalt betrachten die Allianz-Fachleute die Betriebsunterbrechung, die zu erheblichen wirtschaftlichen und versicherten Verlusten führen kann. Über 70 Prozent der Unternehmen stufen Betriebsunterbrechungen oder Störungen der Lieferkette als gefährlichste Auswirkung auf ihr Geschäftsmodell ein.
Anpassungsfähigkeit und der Aufbau von Resilienz seien daher für Unternehmen jeder Größe von entscheidender Bedeutung. „Kriege, die Gefahr künftiger Konflikte und andere politische Gewalt dürften die geopolitische und wirtschaftliche Stabilität 2026 und darüber hinaus untergraben“, erklärte Allianz-Commercial-Chef Thomas Lillelund. Viele Unternehmen hätten weiterhin Probleme, derartige Risiken in ihren physischen und digitalen Lieferketten zu identifizieren.
Dabei sei gerade diese Fähigkeit von entscheidender Bedeutung. Risikomanager müssten bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Resilienzstrategien vorausschauend handeln und diese ständig weiterentwickeln. „Nur so können sie mit neuen Bedrohungen, jetzt und in Zukunft, Schritt halten“, sagte Lillelund.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





