
Ärztepräsident im Interview: „Gegen Blaumacher können wir Ärzte wenig tun“
Ärztepräsident im Interview : „Gegen Blaumacher können wir Ärzte wenig tun“ Von Christian Geinitz, Berlin 11.05.2026, 18:00Lesezeit: 8 Min. Klaus Reinhardt: Präsident der BundesärztekammerJens GyarmatyÄrztepräsident...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Ärztepräsident im Interview : „Gegen Blaumacher können wir Ärzte wenig tun“ Von Christian Geinitz, Berlin 11. 2026, 18:00Lesezeit: 8 Min. Klaus Reinhardt: Präsident der BundesärztekammerJens GyarmatyÄrztepräsident Reinhardt klagt über unzureichende Bundeshilfen für die Krankenkassen, spricht sich für Karenztage aus – und erklärt, warum er kein „Warken-Versteher“ ist.
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Sie sind seit 33 Jahren Facharzt für Allgemeinmedizin in Bielefeld. Wie lange warte ich als Kassenpatient auf einen Termin bei Ihnen? Ich selbst praktiziere nur noch montags, mein Praxispartner aber die ganze Woche.
Die Einzelheiten
Wenn Sie akut krank sind oder Schmerzen haben, bekommen Sie noch am selben Tag Kontakt mit uns. Das kann auch am Telefon sein. Dann entscheiden wir, ob wir Sie sofort sehen müssen.
Wenn es nicht so dringlich ist, dauert es ein bis zwei Tage. Warum wird dann so viel gemeckert über lange Wartezeiten? Nicht jede Praxis kann sich so organisieren, wie das in unserer hausärztlichen Praxis möglich ist.
Auch bei uns klappt es nur, weil der Kollege an der Belastungsgrenze arbeitet. Ich kann verstehen, wenn mancher Arzt irgendwann sagt: Ich kann nicht mehr. In der jüngeren Generation spielt die Work-Life-Balance eine große Rolle.
Was Experten sagen
Das ist eine gesunde Reaktion auf die enormen Belastungen. Macht Arztsein hierzulande noch Spaß? Ja, das steht außer Frage!
Trotz aller Anforderungen ist das ein großartiger, ein sinnhafter Beruf. Man versucht und schafft es oft, Menschen zu helfen, und sie danken es einem. Das ist ein Privileg, das es nicht in vielen Berufen gibt.
Außerdem wird einem nie langweilig, und man kann so lange Arzt sein, wie man fit genug dafür ist. Aber Reinkommen ist schwierig, die Notenanforderungen fürs Studium sind enorm. Sie haben Medizin in Italien studiert, war Ihr Abitur so mies?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





