
Schutz von Unterseekabeln: „Immer noch ist nicht allen die enorme Bedeutung bewusst“
Schutz von Unterseekabeln : „Immer noch ist nicht allen die enorme Bedeutung bewusst“ Von Julian Staib, Hamburg 06.05.2026, 14:55Lesezeit: 2 Min. Das Telekommunikationsunterseekabel C-Lion 1 wurde 2015 von Finnland nach...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Schutz von Unterseekabeln : „Immer noch ist nicht allen die enorme Bedeutung bewusst“ Von Julian Staib, Hamburg 06. 2026, 14:55Lesezeit: 2 Min. Das Telekommunikationsunterseekabel C-Lion 1 wurde 2015 von Finnland nach Deutschland gelegt.
Mehrfach wurde es seither beschädigt. dpaUnterseekabel werden zunehmend zum Ziel hybrider Angriffe. Union und SPD bringen am Mittwoch einen Antrag zur „Kabeldiplomatie“ in den Bundestag ein.
Die Einzelheiten
Nicolas Zippelius (CDU) erklärt, was dahintersteckt. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Herr Abgeordneter, Sie bringen zusammen mit Kolleginnen und Kollegen von Union und SPD an diesem Mittwoch einen Antrag zur „Kabeldiplomatie“ in den Bundestag ein, in dem die Bundesregierung dazu aufgefordert wird, ihre Anstrengung zum Schutz der Unterwasserinfrastruktur zu verstärken. Unterseekabel sind eine zentrale kritische Infrastruktur, über 90 Prozent des globalen Datenverkehrs, aber auch große Teile unserer Energieversorgung erfolgen darüber.
Die Kabel sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Zuletzt gab es vermehrte Schäden an dieser Infrastruktur, meist durch mutmaßlich hybride Angriffe. Daher hat man das Thema mittlerweile im Blick.
Aber immer noch ist nicht allen die enorme Bedeutung bewusst. Wir wollen mit dem Antrag dazu aufrufen, dass die Bundesregierung ihre Anstrengung verstärkt. Deutschland muss beim Schutz der kritischen Infrastruktur vorangehen und schneller werden.
Was Experten sagen
Was fordern Sie konkret? Nicolas Zippelius im BundestagPicture Alliance„Kabeldiplomatie“ muss fester Bestandteil der deutschen Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik werden. Die hybriden Attacken auf die Infrastruktur dürfen nicht als Einzelfälle bewertet werden, sondern müssen im internationalen Kontext mit entsprechender strategischer Bedeutung für Deutschland eingeordnet werden.
Wir brauchen bessere Fähigkeiten zur schnellen Erkennung, Reparatur und Wiederherstellung von Kabelschäden. Notwendig ist es zudem, zu prüfen, wie man im Seerecht die Rechte der betroffenen Staaten bei Kabelschäden stärken kann. Standorte von Unterwasserkabeln sind in öffentlichen Karten eingezeichnet.
Ist das im Zeitalter hybrider Angriffe noch zeitgemäß? Die Frage muss man sich angesichts der Angriffe auf die kritische Infrastruktur in der Ostsee zuletzt stellen. Im Antrag fordern wir daher, zu prüfen, ob wir nicht Transparenz- und Berichtspflichten, die die Resilienz von Unterseekabeln beeinträchtigen können, verringern müssen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





