
Schwarz-rote Asylpolitik: Warum die Zahl der Abschiebungen gesunken ist
Schwarz-rote Asylpolitik : Warum die Zahl der Abschiebungen gesunken ist Von Tim Niendorf 30.04.2026, 14:31 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Vizekanzler Klingbeil (SPD), Kanzler Merz (CDU) und...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Schwarz-rote Asylpolitik : Warum die Zahl der Abschiebungen gesunken ist Von Tim Niendorf 30. 2026, 14:31 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Vizekanzler Klingbeil (SPD), Kanzler Merz (CDU) und Bundesinnenminister Dobrindt (CSU) im Herbst 2025 in Berlin EPA Versprochen hat die Bundesregierung eine „Rückführungsoffensive“.
Nun aber sinkt die Zahl der Abschiebungen erstmals seit fünf Jahren. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App „Beschleunigen“ wollte die Union Rückführungen. So versprachen es CDU und CSU in ihrem Wahlprogramm.
Die Einzelheiten
Den Schwesterparteien gelang es dann auch, im Koalitionsvertrag mit der SPD das Wort „Rückführungsoffensive“ hineinzuverhandeln. Die Union wollte das umsetzen, was Olaf Scholz angekündigt, aber aus ihrer Sicht nicht geliefert hatte. „Wir müssen endlich im großen Stil abschieben“, hatte der Bundeskanzler der Ampelregierung im Herbst 2023 als Ziel ausgegeben.
Tatsächlich stieg die Zahl der Abschiebungen im Jahr darauf um mehr als 22 Prozent. Im Jahr 2025, da schon größtenteils unter der neuen Regierung, dann noch einmal um mehr als 13 Prozent. Jetzt aber, im ersten Quartal dieses Jahres, sind die Zahlen um 21 Prozent eingebrochen – trotz der Kooperation mit den neuen Machthabern in Syrien und den Taliban in Afghanistan.
Das berichtete die „Neue Osnabrücker Zeitung“ und berief sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion. 4807 Migranten mussten Deutschland demnach in den ersten vier Monaten zwangsweise verlassen, im gleichen Zeitraum 2025 waren es noch 6151. AfD dürfte Merz an seine Aussagen erinnern Die neuen Abschiebezahlen kommen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) ungelegen.
Was Experten sagen
Mai jährt sich die Kanzlerwahl – und die Asylpolitik ist eines der wenigen Themen, bei denen die Union ihren Wählern vermitteln könnte: Wir haben versprochen, wir haben geliefert. Zumindest können Merz und Dobrindt auf die Zurückweisungen an den Grenzen und stark rückläufige Asylbewerberzahlen verweisen. Wobei dieser Trend auch schon am Ende der Ampelzeit sichtbar war und Schwarz-Rot nach wie vor vom Regimewechsel in Syrien wenige Wochen vor der Bundestagswahl profitiert.
Die Zahl der Schutzsuchenden ist aber nur die eine Seite der Asylpolitik. Die Zahl der Rückführungen die andere. Erstmals seit fünf Jahren gehen nun also die Abschiebezahlen zurück.
Zwar kann die Union Abschiebungen von Straftätern nach Afghanistan und Syrien als Erfolg verbuchen. Erst vor wenigen Tagen etwa gelang es der Bundesregierung, 25 straffällig gewordene Afghanen per Charterflug in ihr Heimatland zu bringen. Zahlenmäßig fallen diese Fälle aber nicht ins Gewicht.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





