
Schweizer Siemens-Rivale: ABB überrascht mit Großübernahme in England
Schweizer Siemens-Rivale : ABB überrascht mit Großübernahme in England Von Johannes Ritter, Zürich 16.07.2026, 12:16Lesezeit: 2 Min. Auf Einkaufstour: ABB-Chef Morten WierodABBDer Elektrotechnikkonzern berappt 5,5...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Schweizer Siemens-Rivale : ABB überrascht mit Großübernahme in England Von Johannes Ritter, Zürich 16. 2026, 12:16Lesezeit: 2 Min. Auf Einkaufstour: ABB-Chef Morten WierodABBDer Elektrotechnikkonzern berappt 5,5 Milliarden Dollar, um das Automatisierungsgeschäft zu stärken.
Trotzdem bleibt die Kasse gut gefüllt. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der Schweizer Elektrotechnikkonzern ABB plant die größte Akquisition in der Geschichte des Unternehmens. Der Siemens-Rivale will den britischen Automatisierungsspezialisten Rotork für 5,5 Milliarden Dollar übernehmen.
Die Einzelheiten
Das Unternehmen ergänze das Angebot von ABB in der Automatisierungstechnik auf ideale Weise, sagte der Vorstandsvorsitzende Morten Wierod in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. In diesem Geschäft geht es um Techniken und Systeme, die Fabriken und Anlagen effizienter, sicherer, zuverlässiger, intelligenter und verbrauchsärmer machen. Rotork ist auf Durchflusssteuerung und Messtechnik spezialisiert und nach Aussage Wierods auf diesen Feldern führend in der Welt.
Mit der Übernahme stärke ABB seine Kompetenz in der Überwachung und der Steuerung industrieller Prozesse. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen An der Börse kam der überraschende Großeinkauf nicht sonderlich gut an.
In einer ersten Reaktion sackte der Kurs der ABB-Aktie, die im laufenden Jahr zu den mit Abstand größten Kursgewinnern im Schweizer Aktienmarkt zählt, um drei Prozent auf 80,40 Franken ab. Dies dürfte mit dem hohen Kaufpreis zu tun haben, den ABB bereit ist zu zahlen. Die Schweizer bieten den Rotork-Aktionären 503 Pence je Aktie.
Was Experten sagen
Das entspricht einer Prämie von rund 60 Prozent gegenüber dem Durchschnittskurs in den vergangenen drei Monaten. „Ein teurer, aber sinnvoller Schritt“Der Preis von 5,5 Milliarden Dollar ist mehr als fünfmal so hoch wie der Umsatz (1 Milliarde Dollar), den Rotork im vergangenen Jahr erzielt hat. Die um Sondereffekte bereinigte operative Umsatzrendite des künftigen Tochterunternehmens beziffert ABB auf 24,6 Prozent.
Damit würde Rotork zur Steigerung der ABB-Marge beitragen. Den eigenen Umsatz sieht der Konzern infolge des Zukaufs um rund drei Prozent steigen. „Wir halten die Übernahme von Rotork zwar für teuer, sehen darin aber auch einen sinnvollen und strategisch klugen Schritt“, urteilten die Analysten der Bank Vontobel.
In den vergangenen Jahren war die Akquisitionsstrategie von ABB durch kleinere, ergänzende Übernahmen geprägt. Der Fokus lag stärker auf dem organischen Wachstum. Doch nun scheinen sogar weitere Großeinkäufe denkbar zu sein.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





