
Staatsbesuch in Peking: Xi setzt Trump die Pistole auf die Brust
Staatsbesuch in Peking : Xi setzt Trump die Pistole auf die Brust Von Sofia Dreisbach , Jochen Stahnke 14.05.2026, 15:53Lesezeit: 6 Min. Donald Trump posiert mit Xi Jinping am 14. Mai 2026 am Himmelstempel in...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Staatsbesuch in Peking : Xi setzt Trump die Pistole auf die Brust Von Sofia Dreisbach , Jochen Stahnke 14. 2026, 15:53Lesezeit: 6 Min. Donald Trump posiert mit Xi Jinping am 14.
Mai 2026 am Himmelstempel in Peking. APChinas Staatschef empfängt Trump mit Pomp. Aber beim Thema Taiwan fordert Xi den Präsidenten sofort heraus – und sagt: Wir sind auf Augenhöhe.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Dem warmen Empfang im Himmelstempel ließ Xi Jinping gleich strategische Härte folgen. Schon in der ersten Runde der bilateralen Gespräche in der Großen Halle des Volkes zielte er unmissverständlich auf Taiwan: Das sei „die wichtigste Frage in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen“. Xi verknüpfte das Schicksal der freien Inselrepublik damit unmittelbar mit dem gesamten Verhältnis der beiden Weltmächte.
Die Volksrepublik beansprucht Taiwan als ihr Eigen und geht zunehmend aggressiv gegen westliche Kräfte vor, die Taipeh zur Seite stehen. Direkt drängte Xi den amerikanischen Präsidenten Donald Trump zu einer Reaktion. Bei „geschickter Handhabung (der Taiwanfrage) kann die Stabilität der bilateralen Beziehungen insgesamt gewahrt werden“, formulierte Xi.
„Bei ungeschickter Handhabung hingegen drohen Konflikte zwischen den beiden Ländern, die die gesamten chinesisch-amerikanischen Beziehungen in eine sehr gefährliche Lage bringen. “ Die chinesischen Staatsmedien verbreiteten Xis Aussage sofort. Beim ersten Besuch eines US-Präsidenten seit 2017 waren beide Seiten um Stabilität in den fragilen Beziehungen der rivalisierenden Weltmächte bemüht.
Was Experten sagen
Das nach außen stark wirkende China ist im Inneren wirtschaftlich angeschlagen, will neue Zölle vermeiden und Zeit gewinnen, um seine geopolitische Position zu stärken. Washingtons Aufmerksamkeit wiederum gilt dieser Tage vor allem dem Irankrieg. Eine Mehrheit der Amerikaner lehnt den Konflikt ab und dürfte wenig Interesse daran haben, dass Trump eine neue Front eröffnet, wenn auch nur diplomatisch.
Trumps Hoffnung, der Krieg könne bis zum Staatsbesuch in Peking beendet sein, hatte sich nicht erfüllt. Geht es um die Rüstungslieferungen? Ob sich Xi Jinpings düstere Worte auf die jüngsten Rüstungspakete im Umfang von elf Milliarden Dollar für Taiwan beziehen, die Amerika in den vergangenen Monaten zusammengestellt hat, stellte China öffentlich zunächst nicht klar.
Ein weiteres Paket im Umfang von 14 Milliarden Dollar liegt zudem vor, dem Trump noch zustimmen muss. Eine Entscheidung darüber wird nach dem Besuch in Peking getroffen, ein Vorgang, der auch unter früheren US-Präsidenten nicht ungewöhnlich war. Doch schon im Frühjahr hatte Xi Trump telefonisch zu „besonderer Vorsicht“ in der Waffenfrage aufgefordert.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





