
Straße von Hormus: Trumps Iran-Strategie hat jetzt drei Probleme
Straße von Hormus : Trumps Iran-Strategie hat jetzt drei Probleme Von Nikolas Busse 06.05.2026, 15:09Lesezeit: 4 Min. Präsident Donald Trump am Dienstag im Weißen Haus in WashingtonAFPDer Präsident bleibt bei seinem...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Straße von Hormus : Trumps Iran-Strategie hat jetzt drei Probleme Von Nikolas Busse 06. 2026, 15:09Lesezeit: 4 Min. Präsident Donald Trump am Dienstag im Weißen Haus in WashingtonAFPDer Präsident bleibt bei seinem Zickzackkurs: Er setzt den militärischen Schutz für Handelsschiffe nach einem Tag wieder aus.
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der amerikanische Präsident Donald Trump hat im Irankrieg seine Strategie schon oft und immer wieder auch abrupt geändert. Jetzt hat er das „Project Freedom“, mit dem Handelsschiffen die Fahrt durch die Straße von Hormus ermöglicht werden sollte, am Tag nach seinem Beginn gleich wieder ausgesetzt. Auf seiner Plattform Truth Social teilte er mit, er sei von „Pakistan und anderen Ländern“ gebeten worden, den Einsatz „für kurze Zeit auszusetzen, um zu sehen, ob eine Einigung erreicht und unterschrieben werden kann“.
Die Einzelheiten
Pakistan ist ein Vermittler zwischen den Vereinigten Staaten und Iran; Trump hat einzelne Schritte in dem Konflikt schon in der Vergangenheit mit Bitten Pakistans begründet. Die Operation „Project Freedom“, an der eine große Zahl amerikanischer Soldaten beteiligt ist, hatte erst am Montag begonnen. Sie sollte durch militärischen Schutz im südlichen Teil der Straße von Hormus eine sichere Durchfahrt ermöglichen.
Der US-Generalstabschef Dan Caine sagte, amerikanische Lenkwaffenzerstörer und andere Kriegsschiffe gingen gegen iranische Schnellboote und Drohnen vor, die eine Bedrohung in der Meerenge darstellten. Nach seinen Angaben stecken mehr als 1500 Schiffe mit etwa 22. 500 Seeleuten im Persischen Golf fest.
Am Montag, dem ersten Tag der Operation, nutzten nach amerikanischen Medienberichten zwei Handelsschiffe den amerikanischen Schutz, um die Straße von Hormus zu durchqueren. Die Aussetzung der Operation begründete Trump auch mit „großen Fortschritten“ in den Verhandlungen mit Iran. Weitere öffentliche Angaben dazu gab es nicht.
Was Experten sagen
Allerdings hat Trump schon in der Vergangenheit Fortschritte verkündet, ohne dass der Konflikt beigelegt werden konnte. Dabei wird Trumps Strategie weiterhin von innenpolitischen Problemen erschwert, einem neuen und zwei alten. Der KongressDas neue Problem ist eine Folge der sogenannten „War Powers Resolution“ von 1973.
Danach darf der Präsident bewaffnete Streitkräfte nur für 60 Tage ohne Zustimmung des Kongresses einsetzen. Diese Frist ist für den Irankrieg am 1. Mai abgelaufen, weil der Präsident den Kongress formal am 2.
März von der Operation gegen Iran in Kenntnis gesetzt hatte. Die Regierung argumentiert nun, dass die Operation „Epic Fury“, mit der der Krieg begann, mit der jüngst verabredeten Waffenruhe beendet sei, weshalb eine Zustimmung des Kongresses nicht nötig sei. „Project Freedom“ in der Straße von Hormus sei ein neuer Einsatz.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





