
Streit um Grönland: Trumps Sondergesandter will angeblich nur zuhören
Streit um Grönland : Trumps Sondergesandter will angeblich nur zuhören Von Julian Staib, Hamburg 18.05.2026, 15:45Lesezeit: 3 Min. Wollen beide Grönland zum Teil der USA machen: Landry und Trump im März 2025 im Weißen...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Streit um Grönland : Trumps Sondergesandter will angeblich nur zuhören Von Julian Staib, Hamburg 18. 2026, 15:45Lesezeit: 3 Min. Wollen beide Grönland zum Teil der USA machen: Landry und Trump im März 2025 im Weißen HausReutersJeff Landrys ist in Grönland, um „Freundschaften zu schließen“.
Doch aus dänischer Sicht zeigt der Besuch vor allem, dass Trumps Pläne keineswegs vom Tisch sind. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In Dänemark und Grönland misstraut man den Worten Jeff Landrys. Der US-Sondergesandte für Grönland hatte bei seiner Ankunft in Nuuk am Sonntagabend dem dänischen Fernsehen gesagt, er sei gekommen, „um Beziehungen aufzubauen, zuzuhören und zu lernen und zu sehen, ob es Möglichkeiten gibt, die Beziehungen zwischen den USA, Grönland und Dänemark auszubauen“.
Die Einzelheiten
Landry betonte, er habe zuvor mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump telefoniert, der habe ihm aufgetragen: „Geh hin und schließe viele Freundschaften, so viele wie möglich. “ Trump hatte Landry, der Gouverneur Louisianas ist, im Dezember zum Sondergesandten für die Insel ernannt. Amerikas Präsident hatte lange nicht ausgeschlossen, die Insel mit militärischer Gewalt einzunehmen.
Erst im Januar tat er das, hielt aber am Anspruch, Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit zum Teil der USA machen zu wollen, fest. Landry unterstützt Trumps Ziel. Die Frage, ob es bei seinem Besuch darum gehe, verneinte er nun jedoch.
Grönländer, die von dänischen Medien befragt wurden, äußerten sich dennoch sehr besorgt. Das Thema Gesundheit spielt eine wichtige Rolle in dem StreitLandrys Besuch in Grönland erfolgt ohne Einladung der dortigen Regierung. Doch bestätigte Grönlands Ministerpräsident Jens-Frederik Nielsen, dass er Landry am Montag treffen wollte.
Was Experten sagen
Der Zeitpunkt des Treffens war zunächst unklar. Grönlands neuer Außenminister, der frühere Ministerpräsident Mute B. Egede, soll am Dienstag mit Landry zusammenkommen.
Egede teilte am Montag mit, er wolle betonen, „dass über die Zukunft Grönlands allein von uns in Grönland entschieden wird“. Egede hat sich – noch als Regierungschef seines Landes – wiederholt gegen Trump gestellt und etwa gesagt, Grönland gehöre den Grönländern, sowie ausgeschlossen, dass die Grönländer Amerikaner sein wollten. Landry reist in Begleitung eines amerikanischen Arztes.
Dieser sagte dem Sender TV 2, Landry habe darum gebeten, dass er ihn begleite, um bei der „Einschätzung des medizinischen Bedarfs“ in Grönland zu helfen. Das Thema Gesundheit spielt eine wichtige Rolle im Streit um Grönland. Trump hatte wiederholt behauptet, die Bevölkerung sei nicht gut versorgt, zudem hatte er angekündigt, ein Lazarettschiff nach Grönland zu entsenden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





