
Strommasten und Bahnanlagen: Wo Störche für Probleme sorgen
Strommasten und Bahnanlagen : Wo Störche für Probleme sorgen 07.05.2026, 10:03Lesezeit: 4 Min. Gefährlich: Ein Storch sitzt in seinem Nest, das er auf einem Strommast gebaut hatdpaImmer mehr Störche nisten auf...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Strommasten und Bahnanlagen : Wo Störche für Probleme sorgen 07. 2026, 10:03Lesezeit: 4 Min. Gefährlich: Ein Storch sitzt in seinem Nest, das er auf einem Strommast gebaut hatdpaImmer mehr Störche nisten auf Strommasten und Bahnanlagen in Hessen.
Das birgt Gefahren für Tiere und Infrastruktur – und stellt Netzbetreiber vor große Herausforderungen. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In Hessen klappert es gewaltig: Die Zahl der Störche im Land steigt stetig. Das bringt auch Probleme mit sich.
Die Einzelheiten
Denn immer öfter suchen sich die Vögel einen gefährlichen Nistplatz. Die Tiere bauen laut dem Ornithologen Bernd Petri ihre Nester zunehmend auf Strommasten. „Besonders in Südhessen nisten sehr viele Störche auf Hochspannungsmasten“, sagt der Gutachter und ehrenamtliche Weißstorchexperte beim Naturschutzbund Hessen (Nabu).
Das stelle eine erhebliche Gefahr für die Störche dar und führe zu Millionenschäden bei den Netzbetreibern. Denn die Vögel kommen häufig durch Stromschläge oder Kollisionen zu Tode. Und ihr Nistverhalten kann zu Stromausfällen führen, etwa wenn sich überhängendes Nistmaterial entzündet.
Das Gewicht wird zur GefahrIn diesem Jahr sei eine deutliche Zunahme an Nestern auf Strommasten zu verzeichnen. Besonders betroffen sind laut Petri die Kreise Groß-Gerau, Darmstadt-Dieburg und Main-Kinzig. Die Netzbetreiber versuchten, die Tiere zu vergrämen – allerdings mit überschaubarem Erfolg.
Was Experten sagen
„Der Storch ist ein Nistplatz-Traditionalist. Wenn er sein Nest einmal dort gebaut hat, will er immer wieder zurück“, erklärt Petri. „Es müssen jetzt neue Ideen und Lösungsstrategien entwickelt werden.
“Um Konzepte zum Umgang mit den Störchen zu entwickeln, arbeiten die Unternehmen nach eigenen Angaben mit Behörden und Verbänden zusammen. Der Energieversorger Syna berichtet, regelmäßig würden Störche – in der Regel tödlich – verletzt, Nester gerieten in Brand. „Das kann zu Versorgungsunterbrechungen führen, sei es durch einen Erdschluss oder aber durch die Freischaltung der Masten, um brennende Nester zu löschen oder tote Vögel zu bergen“, erläutert eine Sprecherin.
Zudem seien die mehrere Hundert Kilo schweren Nester ein Grund zur Sorge. „Das Gewicht kann sich auf die Statik der Masten auswirken, die nicht darauf ausgelegt sind, ein so hohes Zusatzgewicht zu tragen. “Es wird versucht, den Störchen andere Nistplätze anzubietenDas größte Storchenaufkommen sehe man im Rhein-Main-Gebiet in den Bereichen Hochheim und Wallau.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





