
Sudans Hauptstadt erwacht langsam wieder zum Leben
Reportage Rückkehr nach Khartum Sudans Hauptstadt erwacht langsam wieder zum Leben Stand: 02.05.2026 • 17:47 Uhr Sudans Hauptstadt liegt in weiten Teilen in Trümmern. Hier hatte der Bürgerkrieg vor drei Jahren begonnen....
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Reportage Rückkehr nach Khartum Sudans Hauptstadt erwacht langsam wieder zum Leben Stand: 02. 2026 • 17:47 Uhr Sudans Hauptstadt liegt in weiten Teilen in Trümmern. Hier hatte der Bürgerkrieg vor drei Jahren begonnen.
Mittlerweile es dort wieder relativ friedlich, etwa Alltag kehrt zurück. Doch die Wunden des Krieges sind unübersehbar. Von Moritz Behrendt , ARD Kairo Im Schatten eines großen Niembaums sitzt Khalid al-Habboud und übt auf seiner Flöte.
Die Einzelheiten
Er ist im Jugend- und Kulturzentrum von Omdurman, der Zwillingsstadt der sudanesischen Hauptstadt Khartum auf der anderen Seite des Nils. Der 65-Jährige lebt für das Zentrum, ist dort von morgens bis abends. Er nennt sich halb scherzhaft den "Scheich des Zentrums".
Für viele hier sei er eine Art Vaterfigur, sagt er. Im Jugend- und Kulturzentrum von Omdurman erfuhr Khalid al-Habboud großes Leid - und doch ist es für ihn auch ein Ort der Hoffnung. Jugendzentrum als Ort der Folter Das Zentrum war für ihn aber auch der Ort des größten Leids.
Als die Milizionäre der Rapid Support Forces (RSF) Omdurman kontrollierten, wurde er hier gefoltert: "Sie packten mich und peitschten mich aus", erzählt Habboud. "Danach fesselten sie mir die Beine und meine Hände hinter den Rücken. Sie banden mich an ein Motorrad und schleiften mich über das Feld.
Was Experten sagen
Danach verlor ich das Bewusstsein. Ich bin erst wieder auf der Intensivstation im Krankenhaus aufgewacht. " Khalid al-Habboud zeigt seine noch immer verformten Rippen.
Warum ihm die RSF das angetan haben, weiß er nicht. Doch als er wieder auf den Beinen war, stand für ihn fest: Das Zentrum muss wieder aufgebaut werden. Vor rund einem Jahr war das, die Soldaten der Armee hatten gerade wieder die Kontrolle über Omdurman gewonnen.
Der Ort sei völlig vermüllt und verwildert gewesen, erzählt er. Nur noch streunende Hunde hätten hier Schatten gesucht. Mit gemeinsamer Kraft hätten die Menschen des Viertels dann angefangen aufzuräumen und zu putzen: "Wir haben das aus eigener Tasche bezahlt: Der eine brachte eine Lampe, der andere eine Batterie, und so haben wir das Zentrum wieder zum Laufen gebracht.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





