
Syrien: Ex-Geheimdienstchef Atif Nadschib wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen angeklagt
Prozess in Syrien Ex-Offizier des Assad-Regimes wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen vor Gericht Ein ehemaliger Geheimdienstchef ist in Syrien wegen der Niederschlagung der friedlichen Proteste im Jahr 2011 angeklagt...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Prozess in Syrien Ex-Offizier des Assad-Regimes wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen vor Gericht Ein ehemaliger Geheimdienstchef ist in Syrien wegen der Niederschlagung der friedlichen Proteste im Jahr 2011 angeklagt worden. Ihm wird vorgeworfen, Befehle zum Töten, Verhaften und Foltern gegeben zu haben. 22 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Atif Nadschib, ehemaliger Vertreter der Assad-Regierung Foto: Bakr Alkasem / aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten In Syrien steht 15 Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs erstmals ein hoher Ex-Offizier der inzwischen gestürzten Regierung von Baschar al-Assad vor Gericht.
Der frühere Brigadier Atif Nadschib wurde dabei formell vor einem Strafgericht in Damaskus angeklagt. Ihm werden Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. »Sie waren die höchste Autorität in der Provinz Daraa und sind direkt verantwortlich dafür, Befehle zum Töten, Verhaften und Foltern gegeben zu haben«, sagte Richter Fachr al-Din al-Arjan.
Nadschib, der frühere Geheimdienstchef der südsyrischen Provinz Daraa und ein Cousin von Assad, ist angeklagt, das gewaltsame Vorgehen gegen die friedlichen Proteste in Daraa im Jahr 2011 organisiert zu haben . Nadschib wurde kurz darauf von der syrischen Regierung entlassen, während die Proteste sich auf andere Provinzen ausweiteten. Die Gewalt gegen die Demonstrierenden war der Auslöser für den dreizehnjährigen Bürgerkrieg mit mehr als einer halben Million Toten, massiver Zerstörung und beispielloser Gewalt gegen die Bevölkerung.
Was Experten sagen
Hunderttausende Menschen landeten in Gefängnissen, viele wurden gefoltert oder verschwanden. Ein Schritt Richtung Gerechtigkeit oder ein Prozess zur Besänftigung? Der damalige Diktator Assad wurde bei einer Offensive islamistischer Milizen im Dezember 2024 gestürzt und floh ins Exil nach Russland.
Er soll sich mit seiner Familie in Moskau und in den Vereinigten Arabischen Emiraten aufhalten. Assad ist in dem Prozess ebenfalls angeklagt. Nadschib wurde wenige Wochen nach dem Sturz des Machthabers in Syrien festgenommen.
Der Prozess hatte vor zwei Wochen mit einer Anhörung begonnen. Viele Angehörige von Opfern sehen darin einen ersten Schritt zur Gerechtigkeit und zur Aufarbeitung der Gräueltaten. Einige der Angehörigen sind auch beim Prozess anwesend.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





