
Temperaturen bis zu 40 Grad: Jetzt kommt die Hitzeflaute
Temperaturen bis zu 40 Grad : Jetzt kommt die Hitzeflaute Von Nadine Bös , Hanna Decker , Niklas Záboji 25.06.2026, 18:32Lesezeit: 4 Min. Senkt die Preise tagsüber: Strom aus Solarparks.GettyDie Hitze wirkt sich auch...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Temperaturen bis zu 40 Grad : Jetzt kommt die Hitzeflaute Von Nadine Bös , Hanna Decker , Niklas Záboji 25. 2026, 18:32Lesezeit: 4 Min. Senkt die Preise tagsüber: Strom aus Solarparks.
GettyDie Hitze wirkt sich auch auf den Strommarkt aus: Obwohl viel Sonnenstrom da ist, fehlt der Wind. Doch Klimaanlagen laufen auf Hochtouren und lassen die Preise abends in die Höhe schießen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Über Deutschland rollt eine Hitzewelle – und die hat auch auf den Strommarkt starke Auswirkungen.
Die Einzelheiten
Während Solaranlagen gerade in der Mittagszeit die Preise dämpfen, schießen die Preise am frühen Abend regelrecht in die Höhe. So wurde Strom am Dienstagabend an der Strombörse in der Spitze für 615 Euro je Megawattstunde gehandelt, am Mittwochabend um kurz vor 21 Uhr gar für 747 Euro, also für 74,7 Cent je Kilowattstunde. Für private Haushalte kommen noch Steuern, Abgaben und Umlagen hinzu.
Solch hohe Preise sind im Sommer sehr ungewöhnlich. Sie lassen sich durch eine Kombination mehrerer Faktoren erklären. Zwar speisen Solaranlagen tagsüber – etwa zwischen 6 und 20 Uhr – sehr viel Strom ins Netz ein.
Doch die heiße Luft bewegt sich kaum, sodass viele Windräder faktisch stillstehen („Hitzeflaute“). Wenn am frühen Abend der Ertrag aus Photovoltaik zu sinken beginnt, bleibt die Stromnachfrage hoch, weil Klimaanlagen und Ventilatoren von Haushalten, Gewerbe und Industrie weiter betrieben werden. Um den Strombedarf weiterhin zu decken, werden dann „für wenige Stunden teure Gaskraftwerke angefeuert“, schreibt Energieökonom Lion Hirth von der Berliner Hertie School.
Was Experten sagen
Licht und Kühlschrank drohen nicht auszugehenDie Netzagentur beobachtet schon seit dem 18. Juni am Day-Ahead-Markt, an dem Energie für den Folgetag gehandelt wird, „wiederholt“ außergewöhnlich hohe Strompreise. Insgesamt habe es seitdem 39 Viertelstunden mit Preisen von mehr als 300 Euro je Megawattstunde gegeben.
„Bei den hohen Preisen handelt es sich dabei um ein marktliches Phänomen, ein Bezug zur Versorgungssicherheit besteht aktuell nicht“, schreiben die Bonner Experten in einem aktuellen Papier. Mit anderen Worten: Weder Licht noch Kühlschrank drohen auszugehen. Trotz des sehr hohen Strombedarfs zum Kühlen müsse derzeit nur ein vergleichsweise geringer Teil des Verbrauchs (bis zu 54 Gigawatt) durch konventionelle Kraftwerke oder Einfuhren gedeckt werden; während der Dunkelflaute im November 2025 sei diese „Residuallast“ mit bis zu 64 Gigawatt deutlich höher gewesen.
Erklärungsbedürftig sei jedoch, warum die Strompreise damals „nur“ auf 400 Euro stiegen, in dieser Woche hingegen teils auf mehr als 700 Euro. Die Behörde sieht dafür zwei mögliche Gründe. Zum einen stehe dem Markt derzeit „insbesondere durch häufig im Sommer durchgeführte planmäßige Kraftwerksrevisionen deutlich weniger konventionelle Erzeugungsleistung zur Verfügung“, heißt es in dem Papier.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





