
TV-Kritik Caren Miosga: „Ich habe kein Mandat, die CDU umzubringen“
TV-Kritik Caren Miosga : „Ich habe kein Mandat, die CDU umzubringen“ Von Julia Encke 04.05.2026, 05:58 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Thema bei Caren Miosga: „Ein Jahr Kanzler – Wie schwer ist Regieren,...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. TV-Kritik Caren Miosga : „Ich habe kein Mandat, die CDU umzubringen“ Von Julia Encke 04. 2026, 05:58 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Thema bei Caren Miosga: „Ein Jahr Kanzler – Wie schwer ist Regieren, Herr Merz?
“ dpa Bundeskanzler Merz war zu Gast bei Caren Miosga. Er warnte die SPD, meinte aber, dass man sich in der Koalition vertraue. Er spielte Trumps Attacken herunter und fand, er könne mit ihm vernünftig reden.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Man muss schon Friedrich Merz sein, um im selben Atemzug zu behaupten, dass er mit seinen umstrittenen Rentenaussagen natürlich recht gehabt, also keinen Fehler gemacht habe, und trotzdem vorzugeben, Selbstkritik zu üben. Oder immer wieder zu betonen, dass er so gut wie gar nicht auf Social Media unterwegs sei, zugleich aber an der Überzeugung festzuhalten, dass kein Bundeskanzler vor ihm so extreme Angriffe auf Social Media hätte ertragen müssen wie er. So richtig passt das nicht zusammen, aber es scheint Merz nicht wirklich zu stören.
Silben auf der Goldwaage Diesen Eindruck jedenfalls vermittelte der Bundeskanzler am Sonntagabend als alleiniger Gast in der Talkshow von Caren Miosga zum Thema „Ein Jahr Kanzler – Wie schwer ist Regieren, Herr Merz? Als Miosga die viel diskutierte Rede aufgriff, bei der Merz am 20. April vor dem Bankenverband von der Rente als „allenfalls einer Basisabsicherung“ gesprochen hatte, und ihn fragte, ob er die Kritik daran inzwischen verstehe, stellte der klar, dass sein „Befund richtig“ sei und er „wenige Tage später bei der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft“ dafür viel Zustimmung erhalten habe.
„Sie sind ein Mann der freien Rede. Und Sie können das auch ganz gut, das wissen Sie“, umwarb die Moderatorin ihn überbetont freundlich. „Weil aber bei einem Bundeskanzler jedes Wort, jede Silbe auf die Goldwaage gelegt wird – denken Sie manchmal selbstkritisch, ich muss ein bisschen vorsichtiger sein?
Was Experten sagen
“ Konrad Adenauer habe mal gesagt, es gebe Dinge, die würde er nicht mal mit sich selbst besprechen. Woraufhin Merz, gleich wieder unvorsichtig, ein rhetorisches Risiko einging: „Ich möchte nicht rund wie ein Kieselstein reden und werden, das ist nicht meine Art und meine Kommunikation. “ Reden Kieselsteine?
„Wurst-Life-Balance“ Er sei „natürlich selbstkritisch“, fügte er hinzu, und wenn er solche Reaktionen sehe, stelle er sich die Frage: „Was hättest du da besser sagen können? Ich sage es dann beim nächsten Mal besser. Aber ich sage es nicht anders.
“ Miosga hielt an dieser Stelle nicht inne, sondern sprang gleich weiter zu Umfrageergebnissen. Aber – dachte man vorm Fernseher – ist besser nicht immer anders? Meinte Merz: Er sagt es anders, aber niemals gefällig?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





