
TV-Kritik: Maischberger: „Ich würde sagen, die Regierung lebt länger als der Wal“
TV-Kritik: Maischberger : „Ich würde sagen, die Regierung lebt länger als der Wal“ Von Frauke Steffens 30.04.2026, 07:09 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Augstein und Blome bei Maischberger WDR/Oliver Ziebe...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. TV-Kritik: Maischberger : „Ich würde sagen, die Regierung lebt länger als der Wal“ Von Frauke Steffens 30. 2026, 07:09 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Augstein und Blome bei Maischberger WDR/Oliver Ziebe Bei Maischberger geht es um die Kompromisse der Regierung, die Gesundheitsreform und Steuerpläne.
Der CDU-Generalsekretär verkauft die Einigung mit der SPD eher verhalten. Bei Augstein und Blome wird die Walrettung zur Metapher. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App „Sie wirken ein bisschen mau,“ wunderte sich Sandra Maischberger in ihrer Talksendung über den CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann.
Die Einzelheiten
Als Einzelgast zwischen zwei Journalistenrunden sollte der eigentlich die neuen Einigungen der Koalition in Sachen Gesundheitsreform und Haushalt erklären. Doch Linnemann wollte vor allem als selbstkritisch verstanden werden: Das, was man nach jahrelangem Streit in unterschiedlichen politischen Konstellationen nun auf den Weg gebracht habe, könne nur ein Anfang sein, sagte er. Halbherzige Reformen?
Zuvor hatten die WDR-Journalistin Bettina Böttinger, Table. Media-Chef Michael Bröcker und Anna Lehmann, Leiterin der taz-Parlamentsredaktion, diskutiert, ob es sich um halbherzige Reformen handele. Noch nie seien Gesundheit und Krankheit so teuer gewesen, also sei die Einigung schon revolutionär, lästerte Böttinger.
Die Reformen, die unter anderem die Abschaffung der kostenlosen Familienversicherung für die meisten Eheleute ohne Kinder vorsehen, seien tatsächlich nicht der große Wurf, fand Bröcker: „Versicherte zahlen ihr eigenes Sparpaket“, und das sei die einfachste aller denkbaren Sparideen, so der Journalist. Auch Lehmann bemängelte, dass die Versicherten die Hauptlast trügen. Lebhafter wurde die Debatte bei der Frage einer anstehenden Steuerreform.
Was Experten sagen
Lehmann und Böttinger plädierten dafür, den Spitzensteuersatz anzuheben, kleine und mittlere Einkommen zu entlasten. Bröcker hielt dagegen, dass Mittelständler dann gar nicht mehr in Deutschland investieren würden – auch, wenn die Belastung aus der individuellen Einkommensteuer komme statt aus einer höheren Unternehmenssteuer. Böttinger forderte eine „Umverteilung von oben nach unten“ – diese Formulierung hatte man schon lange nicht mehr gehört.
Sparen mit dem Rasenmäher CDU-General Linnemann warb beim Thema Reformen anschließend für die „Rasenmähermethode“. Statt ausgewählte Gruppen zu belasten, müssten sich angesichts der historischen Aufgaben – Strukturwandel, Schulden, Krieg – alle am Sparen beteiligen. Zehn Prozent Abbau „aller Subventionen“ und fünf Prozent bei den Verwaltungsausgaben jedes Ministeriums seien vorstellbar, so der Generalsekretär des größeren Koalitionspartners.
Alle Ressorts sollten beim Sparen nach dem Rasenmäherprinzip verfahren, denn „dann wird keiner zucken und sagen, aber nicht bei mir,” meinte Linnemann, blieb konkrete Beispiele aber weitgehend schuldig.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





