
TV-Kritik zu Maischberger: Verkauft die Gesundheitsreform die Versicherten für dumm?
TV-Kritik zu Maischberger : Verkauft die Gesundheitsreform die Versicherten für dumm? Von Kira Kramer 06.05.2026, 06:31Lesezeit: 7 Min. Britta Haßelmann und Nina Warken in der Sendung von Sandra Maischberger.©...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. TV-Kritik zu Maischberger : Verkauft die Gesundheitsreform die Versicherten für dumm? 2026, 06:31Lesezeit: 7 Min. Britta Haßelmann und Nina Warken in der Sendung von Sandra Maischberger.
© WDR/Oliver Ziebe250 Millionen rein, zwei Milliarden raus: Bei „Maischberger“ zeigt sich, warum die Gesundheitsreform für die Regierung so gefährlich ist. Ministerin Warken verspricht Stabilität, doch die Rechnung zahlen am Ende andere. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Blendet man für einen Moment aus, dass es um die Zukunft der gesetzlichen Krankenversicherung, die Zahlungsfähigkeit der Kassen und das Vertrauen der Bürger in eine erschöpfte Regierung ging, hätte der Beginn von „Maischberger“ am Dienstagabend auch als Versuchsanordnung über Berliner Temperamente durchgehen können.
Die Einzelheiten
Drei Kommentatoren saßen da – Kristina Dunz vom Redaktionsnetzwerk Deutschland, der Journalist Hans-Ulrich Jörges und der Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens – und blickten auf Schwarz-Rot wie drei Karikaturen auf denselben dampfenden Koalitionstopf: die eine mit Hauptstadtthermometer, der andere mit Abbruchhammer, der dritte mit demokratischem Feuerlöscher. Zunächst ging es um die Frage, ob diese Regierung ein Jahr nach ihrem Start noch Grund zum Feiern habe. Die Antworten klangen eher nach Schadensbegutachtung als nach Geburtstagsrede.
Steffens erinnerte daran, dass diese Koalition, so schlecht sie auch laufe, vielleicht doch gebraucht werde; wenn sie zerbreche, drohe Schlimmeres. Markus Söders Diktum von der „letzten Patrone der Demokratie“ sei zwar scharf geschossen, aber nicht völlig falsch. Dunz widersprach dem Befund, Union und SPD passten nicht zusammen: Gerade sie seien angesichts erstarkender Ränder der „große Block der Mitte“, der Reformen stemmen müsste.
Nur sei dieser Block im Moment eben nicht besonders gut darin, ein Block zu sein. Jörges wollte von Schonung wenig wissen. Friedrich Merz sei führungsschwach, die SPD „stehend k.
Was Experten sagen
“, die Koalition „völlig fertig“. Später nannte er Lars Klingbeil den „Generalverderber“ der Regierung, weil der Finanzminister bei der Gesundheitsreform zwei Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds genommen habe. Und dann, da Jörges offenkundig nicht mit kleinen Hämmern angereist war, attestierte er dem Kanzler auch noch, „ein wenig faul“ zu sein.
Das war jener Moment, in dem selbst in einer Sendung, die sich an Übertreibungen nicht stört, kurz der Verdacht aufkam, hier werde ein Mann, der als Kanzler mutmaßlich mehr Termine absolviert, als andere Leute E-Mails beantworten, so beschrieben, als sei das Kanzleramt eine Kurverwaltung mit Ausblick. Dunz hielt dagegen, niemand komme faul ins Kanzleramt; Steffens ebenso. Aber das Argument hinter der Grobheit blieb hängen: Diese Regierung kündigt den Herbst der Reformen an, dann den Winter, dann vermutlich irgendwann den Reformfrühling – und stets steht die Frage im Raum, ob schon Politik geschieht oder noch Erwartungsmanagement betrieben wird.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





