
Übernahme vor zehn Jahren: Als KUKA zum Symbol des Ausverkaufs wurde
Übernahme vor zehn Jahren : Als KUKA zum Symbol des Ausverkaufs wurde Von Julia Löhr , Uwe Marx , Henning Peitsmeier , Gustav Theile , Henning Peitsmeier 18.05.2026, 14:14Lesezeit: 7 Min. KUKA-Roboter in der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Übernahme vor zehn Jahren : Als KUKA zum Symbol des Ausverkaufs wurde Von Julia Löhr , Uwe Marx , Henning Peitsmeier , Gustav Theile , Henning Peitsmeier 18. 2026, 14:14Lesezeit: 7 Min. KUKA-Roboter in der Batterieproduktion der neuen „Gigafactory“ des Batterieherstellers Akasol in DarmstadtFrank RöthDer Roboterhersteller aus Augsburg kam vor zehn Jahren in die Hände von Midea aus China – das bewegte damals die Nation.
Hat die Übernahme KUKA genützt oder geschadet? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App An der Zugspitzstraße ist es ruhiger geworden, aber einer der ersten Industriestandorte hierzulande steckt immer noch hinter der alpinen Adresse im Augsburger Osten. Nur schaut nicht mehr die halbe Nation dorthin.
Die Einzelheiten
So wie vor zehn Jahren, als der deutsche Roboterhersteller KUKA zu einem chinesischen Unternehmen wurde. Der Maschinenbaukonzern aus Bayerisch-Schwaben wurde 2016 geradezu über Nacht zu einem Symbol für den labilen Wirtschaftsstandort Deutschland: eine Industrie-Perle, die in deutscher Hand – die Voith-Gruppe hielt damals 25 Prozent der Aktien, der Industrielle Friedhelm Loh zehn Prozent – keine Zukunft mehr hatte. Stattdessen ging sie, ausgehend von einer Offerte über knapp fünf Milliarden Euro, an den chinesischen Mischkonzern Midea über.
Die Bemühungen der damaligen Bundesregierung, die Übernahme abzuwehren und den vermeintlichen Ausverkauf deutscher Spitzentechnologie zu verhindern, schlugen fehl. Nach ihrer Ankündigung am 18. Mai 2016, KUKA übernehmen zu wollen, und einem offiziellen Übernahmeangebot Mitte Juni machten die Chinesen ernst.
In Deutschland und ganz Europa gab es niemanden, der ihnen Konkurrenz machte. Innovationskraft wandert abZehn Jahre KUKA in chinesischer Hand: Ein Grund zum Feiern ist das Verkaufsjubiläum für viele Mitarbeiter nicht gerade. Zwar geht es dem Unternehmen wirtschaftlich recht ordentlich.
Was Experten sagen
Aber den Rekordaufträgen in Höhe von 4,2 Milliarden Euro stehen ein deutlicher Stellenabbau und eine schleichende Verlagerung der Innovationskraft nach Fernost gegenüber. Wobei das Robotergeschäft nur etwas mehr als die Hälfte des Umsatzes von zuletzt 3,9 Milliarden Euro beisteuert – der Rest fällt auf die weniger bekannten Geschäftsfelder Anlagenbau, Intralogistik, Gesundheitslogistik und Software. David Reger, CEO von Neura Robotics, einem der neuen Robotik-AufsteigerVerena MüllerNoch immer zählt KUKA mit seinen global 15.
000 Beschäftigten – 3000 davon in Augsburg – zu den führenden Anbietern intelligenter Automatisierungslösungen in der Welt. Das Unternehmen steht im Wettbewerb mit internationalen Konkurrenten wie FANUC und Yaskawa aus Japan oder ABB aus der Schweiz. Deren Spezialität sind ebenfalls schwere, mitunter meterhohe Industrieroboter.
Das Robotergeschäft von ABB ist inzwischen ebenfalls in asiatischer Hand, es wurde vom japanischen Investmentkonzern Softbank gekauft.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





