
Ukrainekrieg: EU ernennt keinen Sondergesandten für Gespräche mit Russland
Krieg in der Ukraine EU ernennt keinen Sondergesandten für Gespräche mit Putin Merkel, Draghi oder gar Schröder – sollte einer von ihnen Friedensgespräche mit Russland führen? Schon die Diskussion darüber sei ein...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Krieg in der Ukraine EU ernennt keinen Sondergesandten für Gespräche mit Putin Merkel, Draghi oder gar Schröder – sollte einer von ihnen Friedensgespräche mit Russland führen? Schon die Diskussion darüber sei ein Fehler, warnt die EU-Außenbeauftragte Kallas: »Es ist eine Falle, in die Russland uns locken will«. 18 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas Foto: Yiannis Kourtoglou / aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten »Es ist eine Falle, in die Russland uns locken will«, sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas.
Damit hat sie die Entscheidung begründet, dass die Europäische Union vorerst keinen Chefverhandler für mögliche Ukraine-Friedensgespräche mit Russland ernennen wird. Bei einem informellen Außenministertreffen in Zypern lehnten führende Mitgliedstaaten wie Deutschland Vorschläge in diese Richtung entschieden ab. Kallas warnte Befürworter zudem eindringlich vor weiteren öffentlichen Diskussionen zum Thema.
Die russische Taktik sehe vor, dass man darüber diskutiere, wer mit Russland spreche, und Russland dann bereits auswähle, wer geeignet sei und wer nicht. Als potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten für einen EU-Sondergesandten-Job waren bislang unter anderem die frühere deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, der finnische Präsident Alexander Stubb sowie Ex-EZB-Chef Mario Draghi genannt worden. Russlands Präsident Wladimir Putin brachte zudem den früheren deutschen Kanzler Gerhard Schröder ins Spiel.
Was Experten sagen
Der 82-Jährige gilt allerdings schon wegen seiner Nähe zum Kremlchef als nicht vermittelbar. US-Initiative tritt auf der StelleHintergrund der aktuellen Debatte ist, dass die Ukraine-Friedensinitiative von US-Präsident Donald Trump bislang keine greifbaren Ergebnisse gebracht hat und wegen des Irankriegs in Washington auch nicht mehr ganz oben auf der Agenda zu stehen scheint. Aufgrund dessen warb zuletzt auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj offen für ein stärkeres Engagement der EU.
Er erklärte, es könne sich lohnen, zu klären, wer Europa theoretisch am Verhandlungstisch vertreten könnte. Wichtiger als die Debatte darüber sei, dass die EU mit einer gemeinsamen Stimme spreche, sagte der spanische Außenminister José Manuel Albares bei dem Treffen in Zypern. Er verwies zudem ebenso wie sein italienischer Kollege Antonio Tajani darauf, dass die EU mit Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident António Costa schon heute Spitzenvertreter hat, die im Fall der Fälle für die Europäische Union Gespräche führen könnten.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





