
Ungarn: Péter Magyar kündigt Anzeige gegen frühere Regierung von Viktor Orbán an
Verdacht auf Veruntreuung staatlicher Gelder Geschredderte Dokumente entdeckt – Magyar kündigt Anzeige gegen frühere Orbán-Regierung an In Ungarn sind in einem früheren Ministerium säckeweise geschredderte Dokumente...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Verdacht auf Veruntreuung staatlicher Gelder Geschredderte Dokumente entdeckt – Magyar kündigt Anzeige gegen frühere Orbán-Regierung an In Ungarn sind in einem früheren Ministerium säckeweise geschredderte Dokumente gefunden worden. Der Ministerpräsident sieht darin mögliche Beweise für die Korruption der Vorgängerregierung. 43 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Ungarns Ministerpräsident Péter Magyar Foto: Robert Hegedus / EPA aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten In Ungarn sorgt ein Fund in einem ehemaligen Ministeriumsgebäude für politischen Zündstoff.
Mitarbeiter des neuen ungarischen Ministerpräsidenten Péter Magyar haben im Keller des früheren Bauministeriums offenbar verdächtiges Material entdeckt. Dabei handelt es sich laut Magyar um 15 bis 20 Säcke mit geschredderten Dokumenten sowie Wahlkampfmaterialien der Fidesz-Partei des ehemaligen Regierungschefs Viktor Orbán. Das Material schürt demnach den Verdacht der Veruntreuung staatlicher Gelder.
Am Sonntag veröffentlichte Magyar ein Video dazu auf Facebook. Zu sehen in der Aufnahme sind Säcke mit Papierschnipseln sowie Flugblätter und Schilder mit dem Slogan »Fidesz, the safe choice«. Auch Werbematerial soll demnach dem früheren Minister János Lázár zuzuordnen sein, der das Ressort einst führte.
Was Experten sagen
Vor allem die Parteiflyer sollen demnach Fragen nach der Verwendung staatlicher Gelder durch die ehemalige Regierung aufwerfen. Magyar sprach von Verdachtsmomenten für mehrere Delikte – darunter illegale Parteienfinanzierung und Missbrauch staatlicher Ressourcen für politische Zwecke. Das staatliche Rechnungskontrollamt hätte solche Vorgänge prüfen müssen, sagte er, nun müsse auch die Polizei ermitteln.
Der neue Ministerpräsident kündigte rechtliche Schritte an. Seine Regierung werde eine formelle Anzeige einreichen und über weitere Schritte informieren, sobald Befragungen oder Ermittlungsmaßnahmen anliefen. Mehr zum Thema Vereidigung von Péter Magyar: Ungarn hofft nun auf den guten Populisten Von Jörg Schindler, Budapest Machtwechsel in Ungarn: Das System Orbán demontiert sich selbst – noch vor Magyars Vereidigung Von Jan Puhl Umbau in Ungarn: Wie Péter Magyar das Establishment der Orbán-Zeit aufmischt Von Jan Puhl Der Vorgang fällt in die ersten Tage der neuen Regierung : Magyars Tisza-Partei hatte bei der Wahl im April einen Erdrutschsieg errungen und damit Orbáns 16-jährige Amtszeit beendet.
Magyar hatte seinem Vorgänger Orbán und dessen Partei Fidesz wiederholt vorgeworfen, das Land zu verschulden und ein System aus Vetternwirtschaft und Bereicherung begünstigt zu haben.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





