
Ungarn - Viktor Orbán: Staatliches Radio und Fernsehen stellen Sendebetrieb ein
Ungarns Neu-Premier verkündet Sie waren Orbán treu. Nun stellen das staatliche Radio und Fernsehen das Nachrichtenprogramm vorerst ein »Die öffentlich-rechtlichen Medien dürfen nicht lügen. Es tut uns leid, dass wir es...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Ungarns Neu-Premier verkündet Sie waren Orbán treu. Nun stellen das staatliche Radio und Fernsehen das Nachrichtenprogramm vorerst ein »Die öffentlich-rechtlichen Medien dürfen nicht lügen. Es tut uns leid, dass wir es so lange getan haben«: In Ungarn wickelt die neue Regierung die alte ab und reformiert die Staatspresse.
55 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ist nicht mehr zu empfangen: Der TV-Kanal M1 in Ungarn Foto: Attila Kisbenedek / aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Das dem früheren Ministerpräsidenten Viktor Orbán nahestehende ungarische Staatsfernsehen und der Staatsrundfunk haben nach den Worten von Regierungschef Péter Magyar den Sendebetrieb eingestellt. »Ein historischer Tag. Heute ist das Ende der Propagandasendungen auf öffentlich-rechtlichen Medienplattformen«, erklärte Magyar am Dienstag im Onlinedienst Facebook.
Beim Sender M1, dem wichtigsten Staatssender, wurde ein schwarzer Bildschirm mit einer Entschuldigung gezeigt. »Die öffentlich-rechtlichen Medien dürfen nicht lügen. Es tut uns leid, dass wir es so lange getan haben.
Was Experten sagen
« Die staatlichen Medien würden nun reformiert, um Unabhängigkeit und Vertrauenswürdigkeit zu gewährleisten. Das Nachrichtenprogramm sei daher ausgesetzt. »Bleiben Sie dran«, hieß es weiter.
Mehr zum Thema Ungarns neuer Premier Magyar: »Unsere Heimat war ein gekaperter Staat«Ein Interview von Jan Puhl 8 Min Zur Merkliste hinzufügen 8 Min Zur Merkliste hinzufügen Auch die Websites zeigten einen schwarzen Bildschirm. Auf dem Radiosender Kossuth wurde das Programm des Musiksenders Bartok ausgestrahlt. Die staatliche Mediengruppe MTVA erklärte, M1 werde am Abend den Sendebetrieb ohne Nachrichtensendungen wieder aufnehmen.
Ungarns neuer konservativer und proeuropäischer Ministerpräsident Magyar hatte Orbán im Mai nach 16 Jahren als Regierungschef abgelöst, nachdem seine Partei bei der Parlamentswahl im April eine Zweidrittelmehrheit im Parlament erobert hatte. Die Kontrolle über die Medien war eine tragende Säule von Orbáns Regierungszeit. Während des Wahlkampfs hatte Magyar angekündigt, die Unabhängigkeit der staatlichen Medien wiederherzustellen und mehrfach betont, dass er die Pressefreiheit respektiere.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





