
US-Läufer erklimmt Mount Everest in weniger als zehn Stunden
Trail-Running im Himalaja US-Läufer erklimmt Mount Everest in weniger als zehn Stunden Das Team des US-Trailrunners Tyler Andrews meldet einen neuen Rekord beim Aufstieg vom Everest-Basislager zum Gipfel. Ein Vergleich...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Trail-Running im Himalaja US-Läufer erklimmt Mount Everest in weniger als zehn Stunden Das Team des US-Trailrunners Tyler Andrews meldet einen neuen Rekord beim Aufstieg vom Everest-Basislager zum Gipfel. Ein Vergleich mit früheren Bestzeiten gilt allerdings als schwierig. 06 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Bergsteiger am Mount Everest (18. Mai) Foto: Kunga Sherpa / AP Wieder hat es am Mount Everest einen Rekordversuch gegeben.
Die Einzelheiten
Der US-Trailrunner Tyler Andrews hat nach Angaben der Internet-Fachseite ExplorersWeb den Weg vom Basislager zum Gipfel auf rund 8850 Metern über dem Meeresspiegel in weniger als zehn Stunden absolviert. Er habe damit den bisherigen Rekord von Lakpa Gelu Sherpa von 2003 um eine gute Stunde unterboten, hieß es. Die Leistung sorgt in der Bergsteiger-Szene für Aufmerksamkeit – wirft aber auch die Frage nach der Vergleichbarkeit solcher Bestzeiten auf.
»Natürlich ist es eine sehr beeindruckende Leistung, den Everest – auch mit Flaschensauerstoff – in dieser Zeit vom Basislager bis zum Gipfel zu besteigen«, sagte Billi Bierling, Leiterin des Archivs Himalayan Database. »Die meisten Menschen benötigen dafür allein vom Lager 4 auf 7950 Metern bis zum Gipfel ähnlich lange. « Einen Geschwindigkeitsrekord am Berg unter Verwendung von Flaschensauerstoff könne man aber nicht mit einem Rekord in einem Stadion vergleichen.
Viele Faktoren beeinflussen die LeistungSowohl die Höhe, ab der man Sauerstoff benutze, als auch die Durchflussrate machten einen großen Unterschied. »Zudem denke ich, dass man als Athlet einen solchen Rekord ohne Flaschensauerstoff bestreiten sollte«, ergänzte Bierling, die selbst einige Achttausender ohne Flaschensauerstoff bestiegen hat. Die gefühlte Höhe reduziere sich mit dem Sauerstoff stark, sodass Flaschensauerstoff ein leistungsförderndes Mittel sei.
Was Experten sagen
Eine Besteigung des Mount Everest ohne diesen zusätzlichen Sauerstoff sei eine der größten Herausforderungen, die nur wenigen Menschen gelinge. Auch Andrews hatte das nach eigenen Angaben mehrfach versucht, aber jedes Mal abbrechen müssen. Bild vergrößern Bergsteiger am Khumbu-Eisbruch auf dem Weg zum Gipfel des Mount Everest (7.
Mai) Foto: Pasang Rinzee Sherpa / AP / dpa »Mich hat es immer motiviert, als Sportler an meine eigenen Grenzen zu gehen, und der Aufstieg zum Gipfel in 9:55 Stunden (und der Rückweg in 16:32 Stunden) ist eine der härtesten Sachen, die ich je gemacht habe«, zitierte ExplorersWeb den Extremsportler nach der Rückkehr. Das Archiv Himalayan Database dokumentiert seit den Sechzigerjahren möglichst alle Himalaya-Expeditionen in Nepal. Bierling sagte, sie habe selbst noch nicht mit Andrews gesprochen.
Nach den Angaben auf ExplorersWeb habe er schon ab Lager 2 auf 6400 Metern Flaschensauerstoff mit einer Flow Rate von vier Litern pro Minute benutzt.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





