
Verhandlungen mit Israel: Beirut steht von allen Seiten unter Druck
Verhandlungen mit Israel : Beirut steht von allen Seiten unter Druck Von Christoph Ehrhardt, Beirut 12.05.2026, 11:10Lesezeit: 3 Min. Ein Mann Ende April in Beirut mit einem Porträt der libanesischen Journalistin Amal...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Verhandlungen mit Israel : Beirut steht von allen Seiten unter Druck Von Christoph Ehrhardt, Beirut 12. 2026, 11:10Lesezeit: 3 Min. Ein Mann Ende April in Beirut mit einem Porträt der libanesischen Journalistin Amal Khalil, die bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde, und einer israelischen FlaggedpaIn Washington stehen neue Gespräche Libanons mit Israel an.
Die Delegation aus Beirut vertritt ein tief gespaltenes Land. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der libanesischen Regierung steht ein weiterer Drahtseilakt bevor. Am Donnerstag und Freitag sind weitere Gespräche mit Vertretern Israels in Washington angesetzt.
Die Einzelheiten
Sie sollen einen Ausweg aus der bewaffneten Konfrontation zwischen Israel und der von Iran gelenkten Schiitenmiliz Hizbullah eröffnen. Die Führung des Landes sei dabei mit einer „unlösbaren Gleichung“ konfrontiert, unken libanesische Kommentatoren. Tatsächlich steht Beirut von vielen Seiten unter Druck: Der amerikanische Präsident Donald Trump will einen schnellen, öffentlichkeitswirksamen Deal.
Am liebsten hätte er ein gemeinsames Bild mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Die Führung in Beirut ist auf amerikanisches Wohlwollen angewiesen. Der bröckelnde Waffenstillstand, der derzeit herrscht, war auf amerikanischen Druck ins Werk gesetzt und von Trump persönlich verkündet worden.
Und noch wirkt der amerikanische Präsident mäßigend auf Netanjahu ein, der den Krieg gegen die Hizbullah laut übereinstimmenden Berichten eigentlich gerne wieder ausweiten würde. Frieden mit Israel – nicht NormalisierungDoch ein Fototermin, um Trump zu einem Erfolg zu verhelfen, steht aus libanesischer Sicht derzeit ebenso außer Frage wie eine Normalisierung der Beziehungen zwischen beiden Nachbarländern, die sich seit Jahrzehnten offiziell im Kriegszustand befinden. Ministerpräsident Nawaf Salam macht auch in der Öffentlichkeit immer wieder deutlich, die Zeit dafür sei noch nicht gekommen.
Was Experten sagen
Beirut will erst einmal einen belastbaren Waffenstillstand erreichen und dringt auf einen Abzug des israelischen Militärs von libanesischem Territorium. Seine Regierung strebe zunächst Frieden mit Israel an, nicht Normalisierung, erklärte er vor einigen Tagen. Erst einmal erweiterte die libanesische Regierung den Kreis der Unterhändler laut Medienberichten um den Chef des Verhandlungsteams, Simon Karam, und einen Vertreter der libanesischen Streitkräfte.
Die Delegation werde darauf dringen, dass die Waffenruhe stabilisiert wird und Israel die systematische Zerstörung libanesischer Dörfer im Grenzgebiet einstellt. Hizbullah-Entwaffnung: Libanons Gesellschaft ist tief gespaltenDie Regierung in Beirut muss nicht nur auf einflussreiche arabische Mächte wie Saudi-Arabien Rücksicht nehmen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





