
Verteilungsneid: »Was mein Nachbar schon hat, kann ich selbst nicht mehr ergattern«
Foto: Shannon Fagan / Getty Images Harvard-Ökonomin über Verteilungsneid »Was mein Nachbar schon hat, kann ich selbst nicht mehr ergattern« Jüngere Menschen sehen das Leben häufiger als düsteres Nullsummen-Spiel, bei...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Foto: Shannon Fagan / Getty Images Harvard-Ökonomin über Verteilungsneid »Was mein Nachbar schon hat, kann ich selbst nicht mehr ergattern« Jüngere Menschen sehen das Leben häufiger als düsteres Nullsummen-Spiel, bei dem eine Seite verliert. Eine Harvard-Ökonomin hat das Phänomen erforscht, hier erklärt sie, warum es nicht nur Trump-Wähler und AfD-Fans betrifft. Ein Interview von Benjamin Bidder 16.
28 Uhr aus DER SPIEGEL 54/2026 Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Vor Wahlen stricken Parteien aller Couleur an Geschichten, von denen sie hoffen, sie kommen bei Wählern an: »Die Reichen zahlen alle zu wenig Steuern! «, tönt es dann häufig von ganz links.
»Der Staat gibt zu viel Geld für Zuwanderer! «, schallt es hingegen von ganz rechts. Beiden Parolen gemein ist die dahinterstehende Logik des Verteilungskampfes.
Dass solche Schlachtrufe immer häufiger auf fruchtbaren Boden fallen, ist kein Zufall, hat Stefanie Stantcheva herausgefunden. Die Harvard-Ökonomin ist in ihrer Forschung auf ein brisantes Phänomen gestoßen: Immer mehr Menschen denken in Kategorien eines Verteilungskampfes, Stantcheva nennt das »Nullsummen-Denken«. Betroffen davon sind Anhänger aller Parteien – und vor allen Dingen: jüngere Generationen.
Was Experten sagen
SPIEGEL: Frau Stantcheva, die politische Debatte wird immer unversöhnlicher. Stantcheva: Wenn wir uns die prägenden Narrative in vielen Medien anschauen, dann sehen wir: Alles wird als großes Gegeneinander dargestellt. Beim internationalen Handel gewinnt ein Land?
Dann muss doch ein anderes verlieren. Frauen machen häufiger Karriere? Dann werden Männer sicher verdrängt.
Einwanderern geht es wirtschaftlich besser? Bestimmt auf Kosten der Einheimischen. Diesen Artikel weiterlesen mit SPIEGEL+ Sie haben bereits ein Digital-Abo?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





