
Vor der Insel Anholt: Dänische Umweltbehörde: Toter Wal ist „Belästigung“ – nun wird er entfernt
Vor der Insel Anholt : Dänische Umweltbehörde: Toter Wal ist „Belästigung“ – nun wird er entfernt Von Julian Staib, Hamburg 19.05.2026, 16:50Lesezeit: 2 Min. Der tote Wal vor Anholt: Eine Tierärztin begutachtet vor...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Vor der Insel Anholt : Dänische Umweltbehörde: Toter Wal ist „Belästigung“ – nun wird er entfernt Von Julian Staib, Hamburg 19. 2026, 16:50Lesezeit: 2 Min. Der tote Wal vor Anholt: Eine Tierärztin begutachtet vor einigen Tagen mit Helfern den Buckelwal.
dpaLaut der dänischen Umweltbehörde ist der tote Buckelwal für Anwohner und Besucher eine Belästigung. Daher soll er nun geborgen werden. Auch eine Autopsie ist geplant.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der tote Buckelwal vor der dänischen Insel Anholt soll entfernt werden. Der Wal werde mit hoher Wahrscheinlichkeit an seinem derzeitigen Standort verbleiben und somit eine erhebliche Belästigung für Besucher und Anwohner darstellen, teilte die dänische Umweltbehörde der F. Daher werde der Kadaver geborgen.
Laut Jane Hansen, Abteilungsleiterin bei der dänischen Umweltschutzbehörde, sei aufgrund von Einschätzungen der Strömungen und Wasserstände in dem Gebiet davon auszugehen, dass der Wal sehr wahrscheinlich dort verbleiben werde, wo er derzeit im flachen Wasser liege. Daher habe die Umweltschutzbehörde auf Grundlage des Notfallsystems für gestrandete Meeressäugetiere beschlossen, dass der Buckelwal geborgen wird. Laut Hansen wird derzeit an einer Lösung gearbeitet, die es auch ermöglichen soll, eine Autopsie vorzunehmen und „wertvolle wissenschaftliche Proben für Forschungszwecke“ zu sichern.
Die Umsiedlung des Wals, die Autopsie und die Entnahme von Proben werden demnach in Übereinstimmung mit den geltenden Vorschriften durchgeführt. Die Arbeiten werden von dänischen Forschern und Tierärzten übernommen. Umweltbehörde empfiehlt Sicherheitsabstand zum WalDer Buckelwal war zunächst in der Bucht von Timmendorf und später in der Bucht von Wismar gestrandet.
Was Experten sagen
Forscher des Meeresmuseums in Stralsund hatten zunächst angekündigt, nach seinem Tod eine Autopsie vornehmen zu wollen. Dieser Plan bestand, bevor sich das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern entschloss, einen Rettungsversuch einer privaten Initiative zu dulden. Dafür wurde der Wal in einer Barge in das Skagerrak gebracht, ausgerechnet an eine der meistbefahrenen Wasserstraßen.
Dort verendete er offenbar rasch. Wissenschaftler hatten den Rettungsversuch scharf kritisiert. Er stand im Widerspruch zu einem wissenschaftlichen Gutachten, welches das von Till Backhaus (SPD) geführte Umweltministerium in Auftrag gegeben hatte.
Backhaus ist deswegen derzeit heftiger Kritik ausgesetzt. Er verteidigte den Rettungsversuch zuletzt mit den Worten, er halte es für „absolut menschlich, auch die geringste Chance zu nutzen, wenn es um ein Leben geht“. Die dänischen Behörden stehen laut der dänischen Umweltbehörde in engem Dialog mit den deutschen Behörden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





