
Wahl 2027 in Frankreich: Ein Präsidentschaftskandidat, der mit Israel-Hass punkten will
Wahl 2027 in Frankreich : Ein Präsidentschaftskandidat, der mit Israel-Hass punkten will Von Michaela Wiegel, Paris 04.05.2026, 12:35 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Mélenchon im Juni 2024 bei einer...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Wahl 2027 in Frankreich : Ein Präsidentschaftskandidat, der mit Israel-Hass punkten will Von Michaela Wiegel, Paris 04. 2026, 12:35 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Mélenchon im Juni 2024 bei einer Demonstration gegen das rechtsnationale Rassemblement National dpa Der Linkspopulist Jean-Luc Mélenchon kandidiert – ein letztes Mal.
Den Einzug in die Stichwahl sollen ihm die Wähler mit Migrationshintergrund sichern. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App „Ja, ich bin Kandidat“: Der Gründer der französischen Linkspartei La France Insoumise (LFI), Jean-Luc Mélenchon, hat mit der Bekanntgabe seiner Kandidatur in den Abendnachrichten am Sonntag den Präsidentschaftswahlkampf in Frankreich eröffnet. Der 74 Jahre alte Politiker tritt zum vierten Mal an und erhebt den Anspruch, für die gesamte französische Linke zu sprechen.
Die Einzelheiten
„Es wird keinen Sozialismus in Frankreich geben, sollten wir auf die weißen, katholischen Arbeiter zählen“, hatte Mélenchon kürzlich vor der Parteistiftung Institut La Boétie geäußert. Unter seiner Führung umwirbt LFI gezielt Wähler mit Migrationshintergrund, die sich von der früheren sozialistischen Regierungspartei nicht vertreten fühlen. Die Strategie war in der Vergangenheit erfolgreich.
Mélenchon verpasste 2022 und 2017 nur knapp den Einzug in die entscheidende Stichwahlrunde. Frankreich wählt im nächsten Frühjahr einen neuen Präsidenten. Emmanuel Macron kann nicht wieder antreten; die Verfassung erlaubt nur zwei aufeinanderfolgende Mandate.
Er verurteilte den Terror der Hamas nicht Mélenchon, der lange der Sozialistischen Partei angehörte, hat die Linkspartei als stärkste Kraft der Linken im Parlament etabliert. Sein Präsidentenprogramm ist als Gegenentwurf zu den Umfragefavoriten Jordan Bardella und Marine Le Pen vom Rassemblement National (RN) angelegt. Er verspricht ein „neues Frankreich“ mit einer massiven Umverteilung, Sondersteuern für „Reiche“ und Preisblockaden.
Was Experten sagen
Mélenchons erste Kundgebung soll in der von einem hohen Ausländeranteil geprägten Vorstadt Saint-Denis im Norden von Paris stattfinden, in der im März erstmals ein LFI-Bürgermeister gewählt wurde. Mélenchon steht für einen propalästinensischen Kurs; er hat einen „Völkermord in Gaza“ angeprangert. Er lehnt es ab, die Anschläge der Hamas in Israel am 7.
Oktober 2023 als Terrorismus zu bezeichnen, und spricht stattdessen von einer „bewaffneten Offensive der palästinensischen Kräfte“. Den Vorwurf, er toleriere antisemitische Entgleisungen, weist Mélenchon zurück.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





