
WHO gibt bekannt: Keine Hinweise auf gefährliche Hantavirus-Mutation
WHO gibt bekannt : Keine Hinweise auf gefährliche Hantavirus-Mutation 15.05.2026, 19:08Lesezeit: 2 Min. Auf diesem vom argentinischen Institut für Infektionskrankheiten Malbran zur Verfügung gestellten Bild werden...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. WHO gibt bekannt : Keine Hinweise auf gefährliche Hantavirus-Mutation 15. 2026, 19:08Lesezeit: 2 Min. Auf diesem vom argentinischen Institut für Infektionskrankheiten Malbran zur Verfügung gestellten Bild werden Reagenzien des Hantavirus-Typ Andesvirus für den Versand vorbereitet.
dpaNach dem Ausbruch des Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff führt die WHO Gen-Analysen durch. Die Virusvariante scheint nicht aggressiver als bekannte Stichproben zu sein. Jedoch gebe es noch offene Fragen zur Übertragung.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Bei dem Hantavirus-Ausbruch auf einer Atlantik-Kreuzfahrt war nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wohl keine gefährlichere Mutation des Virus im Spiel. Genetische Analysen und Vergleiche mit früheren Stichproben hätten bislang keinen Hinweis auf eine leichtere Übertragbarkeit oder schwere Krankheitsfälle im vorliegenden Ausbruch ergeben, sagte WHO-Expertin Maria Van Kerkhove in Genf. Im Zusammenhang mit dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ gibt es laut den jüngsten Daten der WHO zehn Hantavirus-Fälle, von denen acht in Labors bestätigt wurden.
Bei einer elften Person aus den Vereinigten Staaten habe sich ein ursprünglicher Infektionsverdacht nach mehreren Tests nicht bestätigt, sagte Van Kerkhove. Drei Infizierte sind gestorben, darunter eine Frau aus Deutschland. Alle drei sind mittlerweile laborbestätigt.
Auf dem Schiff kursierte das südamerikanische Andesvirus. Es wird wie alle Hantavirus-Typen in der Regel von Nagetieren übertragen, etwa über Kotpartikel in aufgewirbeltem Staub. Beim Andesvirus sind vereinzelt auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen möglich, doch normalerweise braucht es dazu andauernden, engen Kontakt.
Was Experten sagen
Übertragung wirklich nur bei langanhaltendem Kontakt? Es seien aber noch Fragen zu möglichen Infektionen mit weniger intensivem Kontakt offen, räumte Van Kerkhove ein. Es sei nämlich auch ein vergangener Ausbruch im Zusammenhang mit einer Geburtstagsfeier bekannt, sagte sie.
Die WHO geht davon aus, dass sich ein Passagier aus den Niederlanden in Südamerika an Land infiziert hatte, bevor er in Argentinien an Bord ging. Erste Erkenntnisse zu seinen Aktivitäten weisen laut der WHO darauf hin, dass er vor der Kreuzfahrt möglicherweise bei Vogelbeobachtungen im Süden Südamerikas mit Nagetieren in Kontakt gekommen war. Gen-Analysen haben den Angaben zufolge ergeben, dass die weiteren Infektionen wohl von Mensch zu Mensch passierten.
Der Niederländer und seine Frau sind verstorben.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





