
WHO ruft Alarm aus: Ebola-Ausbruch könnte „viel größer als bislang entdeckt“ sein
WHO ruft Alarm aus : Ebola-Ausbruch könnte „viel größer als bislang entdeckt“ sein 17.05.2026, 04:18Lesezeit: 2 Min. In Bunia in der Demokratischen Republik Kongo wird ein Mann in ein Krankenhaus gebracht./Victoire...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. WHO ruft Alarm aus : Ebola-Ausbruch könnte „viel größer als bislang entdeckt“ sein 17. 2026, 04:18Lesezeit: 2 Min. In Bunia in der Demokratischen Republik Kongo wird ein Mann in ein Krankenhaus gebracht.
/Victoire MukengeKein Impfstoff und eine heikle Sicherheitslage: Der aktuelle Ebola-Ausbruch in Kongo und Uganda ist laut WHO ein „außergewöhnliches Ereignis“, es drohe eine regionale Ausbreitung. Um einen Pandemie-Alarm handelt es sich aber nicht. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo und in Uganda eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen.
Die Einzelheiten
Mit diesem Schritt will die UN-Behörde in Genf unter anderem Nachbarländer in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen und die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft mobilisieren. Es handle sich jedoch um keinen Pandemie-Alarm, stellte die WHO klar. Bislang seien in der Provinz Ituri im Nordosten des Kongo 8 nachgewiesene und 246 mutmaßliche Fälle der gefährlichen Fieberkrankheit aufgetreten, hieß es.
Zusätzlich sei bereits ein Fall in der weit entfernten Hauptstadt Kinshasa nachgewiesen worden. Zudem seien zwei infizierte Personen aus dem Kongo nach Uganda gereist. Die WHO berichtete von bislang 80 mutmaßlichen Ebola-Todesfällen in Ituri.
Einer der reisenden Personen sei ebenfalls verstorben. WHO: Ausbruch könnte viel größer sein als bekanntDer ansteigende Trend von Verdachts- und Todesfällen in Ituri weise darauf hin, „dass der Ausbruch möglicherweise viel größer ist als bislang entdeckt und berichtet“, hieß es von der WHO. Deshalb bestehe ein beträchtliches Risiko für eine lokale und regionale Ausbreitung des Virus.
Was Experten sagen
Die Provinz Ituri grenzt auch an den Südsudan. Zusätzlich habe man es in dem am meisten betroffenen Gebiet mit einer fragilen Sicherheitslage, einer humanitären Krise und starken Bevölkerungsbewegungen zu tun. Zudem gebe es keinen zugelassenen Impfstoff für den Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus, der hinter dem Ausbruch steckt.
Deshalb handle es sich um ein „außergewöhnliches Ereignis“. Allerdings hat die Bundibugyo-Variante nach Angaben des US-amerikanischen Gesundheitsinstitutes NIH eine niedrigere Sterblichkeitsrate von etwa 37 Prozent als der Zaire-Stamm mit bis zu 90 Prozent.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





