
WHO ruft Notlage aus: Der Ebolaausbruch in Kongo ist schwer zu kontrollieren
WHO ruft Notlage aus : Der Ebolaausbruch in Kongo ist schwer zu kontrollieren Von Paul Gross 17.05.2026, 18:34Lesezeit: 3 Min. Ein Krankenhausmitarbeiter steht mit einer Maske im allgemeinen Referenzkrankenhaus in...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. WHO ruft Notlage aus : Der Ebolaausbruch in Kongo ist schwer zu kontrollieren Von Paul Gross 17. 2026, 18:34Lesezeit: 3 Min. Ein Krankenhausmitarbeiter steht mit einer Maske im allgemeinen Referenzkrankenhaus in Rwampara im Osten der Demokratischen Republik Kongo.
dpaNach dem Ebolaausbruch in Kongo steigt das Infektionsrisiko in den angrenzenden Ländern. Einen Impfstoff gibt es nicht – das erschwert die Eindämmung, wie ein Virologe der F. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen eines tödlichen Ebolaausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo eine internationale Gesundheitsnotlage ausgerufen.
Die Einzelheiten
Die seltene Bundibugyo-Variante des Virus, für die es weder einen Impfstoff noch eine Therapie gibt, macht die Lage besonders schwer einzudämmen. Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC sprach zuletzt von 336 Verdachtsfällen und 88 Todesfällen – einen davon im angrenzenden Uganda. Alle zehn Nachbarländer des Kongo seien einem hohen Risiko ausgesetzt, teilte die WHO mit.
Die UN-Behörde in Genf will Nachbarländer in erhöhte Alarmbereitschaft versetzen und die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft mobilisieren. Es handle sich jedoch um keinen Pandemiealarm, stellte die WHO klar. Ebola ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit.
Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der Virologe Florian Klein von der Kölner Uniklinik hat zur Wirkweise von Ebola-Impfstoffen geforscht. gegenüber sagte er am Sonntag, verschiedene Umstände würden für eine „bereits fortgeschrittene Ausbruchssituation“ sprechen.
Was Experten sagen
Eindämmung ohne ImpfungDazu zählten die Infektionsmeldungen aus dem Nordosten Kongos, der Hauptstadt Kinshasa und im Nachbarland Uganda ebenso wie die große Zahl an Verdachtsfällen. Koordinierte Maßnahmen zur Infektionskontrolle seien „dringend erforderlich“. Dass für die nun grassierende Variante kein Impfstoff vorliegt, „erschwert die Situation erheblich“, so Klein.
Der Virologe sagte, die zugelassenen Ebola-Impfstoffe würden einen „guten Schutz“ vor der Zaire-Variante bieten. Im Ausbruchsfall würden diese Impfstoffe bei Personen eingesetzt, die direkten oder indirekten Kontakt zu Infizierten hatten. „Dadurch können sie geschützt und gleichzeitig weitere Übertragungen des Virus verhindert werden.
“ Auch Hilfskräfte könnten so bei Zaire-Ausbrüchen besser geschützt werden. Diese Möglichkeit besteht im Fall des aktuellen Ausbruchs nicht. Dennoch sei eine Eindämmung auch ohne Impfungen möglich.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





