
Wie bringe ich meinem Kind bei, richtig zu verlieren – ohne dass es ein Verlierer wird?
Bild vergrößern Ärger beim Sport: Wie gehen Kinder gut mit dem Verlieren um? Foto: Westend61 / Getty Images Sport und Erziehung Wie bringe ich meinem Kind bei, richtig zu verlieren – ohne dass es ein Verlierer wird? Die...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bild vergrößern Ärger beim Sport: Wie gehen Kinder gut mit dem Verlieren um? Foto: Westend61 / Getty Images Sport und Erziehung Wie bringe ich meinem Kind bei, richtig zu verlieren – ohne dass es ein Verlierer wird? Die Tochter feuert den Tischtennisschläger in die Ecke, der Sohn stapft nach einer Niederlage heulend vom Fußballplatz: Vielen Kindern fällt es schwer zu verlieren.
Eine Sportpädagogin erklärt, wie Eltern dabei helfen können. Ein Interview von Benjamin Knaack 12. 42 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X.
Die Einzelheiten
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SPIEGEL: Frau Zimmer, starten wir mit einem alltäglichen Beispiel. Ein sechsjähriger Junge spielt gegen seinen Vater Tischtennis. Er hält lange gut mit, doch dann macht der Vater Ernst und der Junge verliert das Spiel durch einen Schmetterball.
Der Vater ballt die Siegerfaust, der Junge wirft wütend den Schläger, rennt weg und ruft: »Das ist unfair! « Was sollte der Vater seinem Sohn sagen? Zimmer: Der Vater sollte dem Kind signalisieren, dass es recht hat: Es war ein unfaires Match, weil der Vater wahrscheinlich größere Tischtenniserfahrung und Kraft hat.
Was Experten sagen
Und dann sollte er ihm sagen, dass er sich großartig geschlagen hat und das Verlieren gegen einen stärkeren Gegner kein Beinbruch ist. Eigentlich hat der Junge ja eine Menge erreicht, weil er so lange gegen seinen Vater durchgehalten hat. Zur Person Foto: Privat Renate Zimmer ist Erziehungswissenschaftlerin und frühere Sportprofessorin der Universität Osnabrück.
Sie hat Dutzende Fachbücher geschrieben, unter anderem über frühkindliche Bewegungserziehung und innovativen Sportunterricht. SPIEGEL: Was passiert in der Gefühlswelt von Kindern, wenn sie Niederlagen im Sport erfahren? Zimmer: Es kommt darauf an, wie die Niederlage interpretiert wird.
Wenn das Kind denkt, dass es ja immer der Schwächere sein wird, führt das zu einem Knacks im Selbstbewusstsein. Wenn das Kind aber den Wettbewerbsgedanken für sich annimmt, kann Motivation entstehen: Es will besser werden, also trainiert es mehr. Wichtig ist, dass das Kind nicht ausschließlich Niederlagen erfährt, sonst wendet es sich irgendwann von Wettbewerben ab.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





