
Wolfgang Amadeus Mozart: Unbekanntes Manuskript in Paris aufgetaucht
Sensationsfund Unbekanntes Mozart-Manuskript in Paris aufgetaucht Ein unscheinbares Notenheft hat sich als spektakulärer Fund entpuppt: Bei dem Manuskript handelt es sich um Kompositionsübungen, die Mozart 1778 für eine...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Sensationsfund Unbekanntes Mozart-Manuskript in Paris aufgetaucht Ein unscheinbares Notenheft hat sich als spektakulärer Fund entpuppt: Bei dem Manuskript handelt es sich um Kompositionsübungen, die Mozart 1778 für eine französische Harfenistin notierte. Ihr Talent war offenbar überschaubar. 10 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Aufgefundenes Mozart-Manuskript: Übungen für den Kompositionsunterricht Foto: Jérémy Halkin / Französische Nationalbibliothek / dpa Ein anonymes und unbetiteltes Musikheft aus dem 18. Jahrhundert entpuppt sich als Sensationsfund: Frankreichs Nationalbibliothek (BnF) hat in ihren Beständen ein unbekanntes Mozart-Manuskript entdeckt.
Die Einzelheiten
Laut dem Direktor der Bibliothek, Gilles Pécout, bewerten Fachleute den Fund als eine der bedeutendsten Entdeckungen der vergangenen Jahrzehnte. Der auf anonyme Manuskripte spezialisierte Musikwissenschaftler François-Pierre Goy hatte die in marmoriertes Papier eingefasste Kladde untersucht, nachdem er sich andere Unterrichtsmaterialen von Mozart angesehen hatte. Ihm fielen die »rundlichen, leicht nach vorn geneigten Violinschlüssel« und die »anders als in Frankreich notierten Bassschlüssel« auf.
Vergleiche mit anderen Manuskripten und das verwendete Papier sprachen ebenfalls für die Autorschaft des österreichischen Komponisten. Diese wurde später vom Mozarteum in Salzburg bestätigt. Bild vergrößern Mozart-Handschrift: »Rundliche, leicht nach vorn geneigte Violinschlüssel« Foto: Kenzo Tribouillard / Der Inhalt – Kompositionsübungen und sieben Stücke für Flöte und Harfe – legt nach Angaben der Einrichtung nahe, dass das Manuskript aus den Unterrichtslektionen stammt, die Wolfgang Amadeus Mozart zwischen Mai und Juli 1778 während seines letzten Paris-Aufenthalts erteilte.
Seine Schülerin war Marie-Louise-Philippine de Guînes, eine talentierte Harfenistin aus einer adligen Musikerfamilie. Das Musikheft, das im Februar in den Beständen der Einrichtung – einer der größten Bibliotheken weltweit – entdeckt wurde, wirft neues Licht auf Mozarts letzten Aufenthalt in Paris. Zugleich zeigt es den jungen Lehrer Mozart in seiner täglichen Arbeit – einen bislang kaum dokumentierten Aspekt seines Schaffens.
Was Experten sagen
Bild vergrößern Neu entdecktes Notenheft: Anonym und unbetitelt Foto: Kenzo Tribouillard / Das Heft, in dem Handschriften von Lehrer und Schülerin nebeneinanderstehen, scheint die letzten Unterrichtsstunden zu dokumentieren. Die letzte Übung blieb unvollendet, zudem sind die letzten sechs Seiten leer – als hätte die Arbeit abrupt geendet. Tatsächlich endeten die Unterrichtsstunden mit der Hochzeit von Mademoiselle de Guînes am 26.
Das Manuskript war während der Französischen Revolution bei dem Herzog von Guînes beschlagnahmt worden.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





