
Zähe Verhandlungstage: Warum sich der Prozess gegen die Reichsbürger so lange zieht
Zähe Verhandlungstage : Warum sich der Prozess gegen die Reichsbürger so lange zieht Von Elena Zompi 18.05.2026, 07:25Lesezeit: 3 Min. Der Angeklagte Heinrich XIII. Prinz Reuß zwischen zweien seiner drei Verteidiger im...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Zähe Verhandlungstage : Warum sich der Prozess gegen die Reichsbürger so lange zieht Von Elena Zompi 18. 2026, 07:25Lesezeit: 3 Min. Der Angeklagte Heinrich XIII.
Prinz Reuß zwischen zweien seiner drei Verteidiger im Gerichtssaal. Er bestreitet die Vorwürfe. Lucas BäumlVor zwei Jahren hat der Prozess gegen Prinz Reuß und acht weitere Angeklagte in Frankfurt begonnen.
Die Einzelheiten
Ein Urteil ist noch nicht in Sicht. Das liegt auch am umfangreichen Beweismaterial. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Das Interesse am „größten Terrorprozess aller Zeiten“ hat deutlich abgenommen.
Mai 2024 die Hauptverhandlung gegen Heinrich XIII. Prinz Reuß und acht weitere Angeklagte begann, standen schon Stunden zuvor Menschen vor der eigens für den Prozess gebauten Leichtbauhalle des Frankfurter Oberlandesgerichts Schlange. Die Neugier war groß auf diese Gruppe, der die Bundesanwaltschaft Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens vorwirft.
Versammelt hatten sich Medienvertreter aus der ganzen Welt, bekannte Gesichter der Querdenker-Szene, interessierte Bürger. Jeder Platz im Zuschauerraum war besetzt. Gut zwei Jahre später hat sich das Bild deutlich verändert.
Was Experten sagen
Maximal eine Handvoll Journalisten sitzt noch auf der linken Seite des Raums. Auf der rechten Seite sind es oftmals ein paar Zuschauer mehr, aber meist dieselben Gesichter: Bekannte der Angeklagten, manchmal ein paar Familienangehörige und Anhänger der Querdenker-Szene, einige von ihnen mit T-Shirt, auf denen Sätze wie „Einen Wolf interessiert es nicht, was Schafe von ihm denken“ stehen. Ab und zu verfolgen auch Jurastudenten und Referendare des Gerichts das Geschehen.
Angeklagter in München gestehtSeit zwei Jahren müssen in dem sogenannten Reichsbürgerprozess alle Beteiligten ihr Durchhaltevermögen unter Beweis stellen. Wochenlang haben sowohl Heinrich XIII. Prinz Reuß, Maximilian Eder als auch Birgit Malsack-Winkemann die Vorwürfe abgestritten.
Zumindest für die ersten beiden ist schon angekündigt, dass ihre Einlassung noch nicht abgeschlossen ist. Dass sie sich derart viel Zeit gelassen haben, bedeutet aber nicht, dass auch inhaltlich an jedem Tag viel Neues dazugekommen ist. Stattdessen waren die Tage geprägt von ständigen Wiederholungen und Abschweifungen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





