
25 Jahre iPod: Revolution in der Tasche
25 Jahre iPod : Revolution in der Tasche Von Roland Lindner, New York 16.05.2026, 14:53Lesezeit: 4 Min. Musikbibliothek für die Hosentasche: Apple-Mitgründer Steve Jobs stellt 2005 den iPod Nano vor.ReutersDer iPod...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. 25 Jahre iPod : Revolution in der Tasche Von Roland Lindner, New York 16. 2026, 14:53Lesezeit: 4 Min. Musikbibliothek für die Hosentasche: Apple-Mitgründer Steve Jobs stellt 2005 den iPod Nano vor.
ReutersDer iPod revolutionierte vor 25 Jahren die Musikbranche. Für Apple war es der Beginn einer sagenhaften Erfolgsgeschichte. Heute sind die kleinen Geräte wieder gefragt.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es war ein Morgen im Oktober 2001, als Steve Jobs eine neue Zeitrechnung für Apple einläutete und der Welt versprach, Musikhören werde nie wieder so sein wie früher. In seiner gewohnten Kluft mit Bluejeans und schwarzem Rollkragenpullover trat er auf die Bühne der Konzernzentrale im kalifornischen Cupertino und stellte den iPod vor, einen digitalen Musikspieler mit einem Speicherplatz für 1000 Lieder. „Eure ganze Musikbibliothek passt in eure Hosentasche“, schwärmte der Mitgründer und Vorstandschef des Unternehmens vor seinem Publikum.
Vorbei seien die Zeiten, in denen man sich im Auto darüber ärgere, eine bestimmte CD vergessen zu haben. Jobs prophezeite, der iPod werde das „heißeste Geschenk“ im bevorstehenden Weihnachtsgeschäft werden. Kein anderes Unternehmen wäre in der Lage gewesen, ihn zu entwickeln.
Mit dem iPod löste Apple eine Revolution im Musikmarkt aus und transformierte sich auch selbst. Der Musikspieler wurde zu einem Wegbereiter für Geräte wie das iPhone und das iPad, die aus dem einstigen Computerspezialisten einen breit aufgestellten Elektronikkonzern werden ließen. „Hätten wir den iPod nicht gemacht, wäre das iPhone nicht herausgekommen“, sagte der frühere Apple-Manager Tony Fadell, der eine führende Rolle in der Entwicklung des iPods hatte, dem „Wall Street Journal“ vor einigen Jahren.
Was Experten sagen
Für viele Menschen war der iPod ihr erstes Apple-Produkt, die zugehörigen weißen Kopfhörer wurden zu einem allgegenwärtigen Teil des Straßenbildes und zu einem Statussymbol. Zeitweise stand der iPod für mehr als 50 Prozent des Konzernumsatzes. Die Ära der 99-Cent-DownloadsAls der iPod herauskam, kämpfte die Musikindustrie mit gewaltigen Schwierigkeiten.
Das Internet brachte ihr Geschäftsmodell ins Wanken. Onlinetauschbörsen wie Napster ermöglichten kostenloses Herunterladen urheberrechtlich geschützter Musik, und die Branche tat sich schwer damit, kostenpflichtige Alternativen zu Raubkopien zu etablieren. „Niemand hat wirklich ein Rezept für digitale Musik gefunden“, sagte Jobs bei der Vorstellung des iPods.
Mit dem Musikspieler und der mit ihm verbundenen Plattform iTunes versprach er einen Weg aus der Krise. Apple machte es einfach und erschwinglich, Musik in digitaler Form zu kaufen und mit iPods zu synchronisieren. Es begann eine Ära, in der es zur Gewohnheit wurde, einzelne Titel für 99 Cent herunterzuladen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





