
AfD: Millionenschwere Spende aus Österreich war illegal
Verdeckte Parteienfinanzierung Millionenschwere AfD-Spende aus Österreich war illegal Von wem erhielt die AfD eine Spende in Höhe von 2,35 Millionen Euro? Nach einem Bericht von SPIEGEL und »Standard« kam der Fall vor...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Verdeckte Parteienfinanzierung Millionenschwere AfD-Spende aus Österreich war illegal Von wem erhielt die AfD eine Spende in Höhe von 2,35 Millionen Euro? Nach einem Bericht von SPIEGEL und »Standard« kam der Fall vor Gericht, das den Verdacht einer verbotenen Strohmannkonstruktion nun bestätigt hat. 04 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern AfD-Schatzmeister Carsten Hütter (rechts) neben den Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla Foto: Frank Hoermann / SvenSimon / picture alliance Knapp eineinhalb Jahre, nachdem der SPIEGEL und die österreichische Zeitung »Standard« eine mutmaßliche Strohmannspende im Wert von 2,35 Millionen Euro an die AfD aufgedeckt haben, hat ein Gericht die Unrechtmäßigkeit der Zuwendung bestätigt. Es handele sich um eine unzulässige Spende an die Partei, entschied das Berliner Verwaltungsgericht.
Die Einzelheiten
Zu dem Zeitpunkt, an dem die AfD die Zuwendung angenommen habe, habe keine Klarheit über den wahren Spender bestanden, begründete Gerichtspräsidentin Erna Viktoria Xalter die Entstscheidung. Laut Gesetz dürfen Parteien Zuwendungen von mehr als 500 Euro nicht annehmen, wenn deren »Spender nicht feststellbar sind«. In dem Verfahren ging es um die Bezahlung von mehr 6395 Großflächen-Plakate, mit denen die AfD im Bundestagswahlkampf 2025 als »bürgerliche Alternative« empfohlen worden war.
Es handelte sich um eine der größten Spenden in der Geschichte der extrem rechten Partei. Die AfD gab an, dass die Kampagne von dem Österreicher Gerhard Dingler finanziert worden sei. Conle, das PhantomLaut Gericht gibt es aber Anhaltspunkte dafür, dass Dingler nur als Strohmann für den deutsch-schweizerischen Immobilien-Milliardär Henning Conle fungierte.
Der hatte Ende Dezember 2024, also kurz vor der 2,35-Millionen-Euro-Spende an die AfD, einen Betrag von 2,6 Millionen Euro als »Schenkung« an Dingler überwiesen. Die zeitliche Nähe der Überweisung und der annähernd gleiche Betrag sprächen dafür, dass auch Conle der Spender sein könne, heißt es in der Urteilsbegründung. Milliardär Conle, der sein Vermögen mit Immobilien gemacht hat, gilt als Phantom: Über den 82-Jährigen, der Domizile in Zürich und London verfügt, ist öffentlich kaum etwas bekannt.
Bereits in der Vergangenheit soll er die AfD aus dem Verborgenen heraus unterstützt haben – auch mithilfe illegaler Zahlungen. Nach Angaben der früheren AfD-Chefin Frauke Petry soll er 2015 diskret Kontakt zur Parteispitze aufgenommen haben; es sei zu mehreren, geheimen Treffen mit dem Milliardär gekommen, bei denen es auch um »finanzielle Mittel« gegangen sei. 2019 geriet Conle dann in Verdacht, hinter einer mysteriösen Großspende zu stecken, die zwei Jahre zuvor auf ein Konto des AfD-Kreisverbands von Alice Weidel geflossen war.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





