
Affäre in SPD Hannover: BAMF stieß bei Prüfung auf massive Missstände
Affäre in SPD Hannover : BAMF stieß bei Prüfung auf massive Missstände Von Reinhard Bingener, Hannover 06.05.2026, 16:10Lesezeit: 2 Min. Hülya Iri, SPD-StadträtinLandeshauptstadt HannoverAm Mittwoch wurde im Bundestag...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Affäre in SPD Hannover : BAMF stieß bei Prüfung auf massive Missstände Von Reinhard Bingener, Hannover 06. 2026, 16:10Lesezeit: 2 Min. Hülya Iri, SPD-StadträtinLandeshauptstadt HannoverAm Mittwoch wurde im Bundestag klar, weshalb der Verein der SPD-Politikerin Hülya Iri im März Insolvenz angemeldet hat: Eine Behörde hatte sich die Akten und vermeintlichen Nachweise näher angesehen.
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Das Bundesinnenministerium hat über die Hintergründe informiert, warum der Integrationsverein der hannoverschen SPD-Politikerin Hülya Iri im März insolvent gegangen ist. Der 2018 gegründete Verein „Integrationsarbeit Kronsberg“ hatte binnen weniger Jahre mehr als 1,2 Millionen Euro staatlicher Fördergelder erhalten. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft jedoch gegen Iri und ihre ebenfalls ehemals in der SPD engagierte Tochter wegen des Verdachts der Untreue sowie des Subventionsbetrugs.
Die Einzelheiten
Die mit Abstand größte Förderzusage erhielt der kleine Verein vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das im Jahr 2023 rund 924. 000 Euro für das Projekt „Respekt Café Kronsberg“ bewilligte für einen Förderzeitraum bis Ende 2025. Dem BAMF seien dafür auch unaufgefordert Empfehlungsschreiben der Stadt Hannover und der SPD-Politikerin Doris Schröder-Köpf vorgelegt worden, berichtete das Bundesinnenministerium am Mittwoch im Innenausschuss des Deutschen Bundestags.
Zweifel von Mai 2025 anErste Zweifel an der ordnungsgemäßen Verwendung der Steuermittel kamen im BAMF im Mai 2025 auf, als der Verein auf Anforderung einen Zwischenverwendungsnachweis vorlegen musste und parallel von Dritten Hinweise auf Unregelmäßigkeiten eingingen. Die Bundesbehörde nahm darauf eine vertiefte Prüfung der Papiere sowie eine Kontrolle vor Ort vor, die massive Missstände offenbarten: Arbeits- und Honorarverträge erwiesen sich entweder als nicht schlüssig oder konnten gar nicht vorgelegt werden, zudem habe es „keine ausreichenden Nachweise“ gegeben, dass geförderte Veranstaltungen auch tatsächlich durchgeführt worden seien. Im Ergebnis sei der gesamte Zuwendungsbescheid deshalb zurückgenommen worden.
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