
Alexander Dobrindt will Grenzkontrollen trotz gesunkener Migrationszahlen fortsetzen
Umstrittene Maßnahme Dobrindt will Grenzkontrollen fortsetzen - trotz gesunkener Migrationszahlen Immer weniger Migranten kommen nach Deutschland. Innenminister Alexander Dobrindt verbucht das als Erfolg für sich. Ein...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Umstrittene Maßnahme Dobrindt will Grenzkontrollen fortsetzen - trotz gesunkener Migrationszahlen Immer weniger Migranten kommen nach Deutschland. Innenminister Alexander Dobrindt verbucht das als Erfolg für sich. Ein Ende der Kontrollen an den Grenzen kommt für ihn aber vorerst nicht infrage.
22 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren image"> Bild vergrößern Innenminister Alexander Dobrindt (am 9.
Die Einzelheiten
April) Foto: Christoph Soeder / EPA Ungeachtet der gesunkenen Migrationszahlen will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt ( CSU ) die Kontrollen an Deutschlands Grenzen fortsetzen. »Aktuell geht es darum, dass wir diese Grenzkontrollen auch erhalten wollen«, sagte Dobrindt am Sonntagabend in der ARD-Sendung »Bericht aus Berlin«. Er verwies zudem darauf, dass es immer noch Zurückweisungen an den Grenzen gebe.
»Wir haben 8000 Haftbefehle an der Grenze jetzt durchführen können. « Mittelfristig setzt die Bundesregierung dem Minister zufolge darauf, dass das Migrationssystem in Europa so funktioniert, »dass wir uns aus Grenzkontrollen wieder rausentwickeln können«. Es könne derzeit aber noch nicht gesagt werden, wann dieser Zeitpunkt komme.
Auch an Abschiebungen nach Afghanistan will die Bundesregierung Dobrindt zufolge festhalten, selbst wenn das direkte Gespräche mit Vertretern der radikalislamischen Taliban-Regierung voraussetze. Kritik daran könne er nicht verstehen: »Jeder, der einen Vorwurf formuliert, dass ich Straftäter, schwere Straftäter, Vergewaltiger, Totschläger nach Afghanistan abschiebe, muss umgekehrt sagen: Wäre in Deutschland ein sicheres Land, wenn diese Menschen hierbleiben dürften? Nein, und deswegen werden sie abgeschoben«, sagte er.
Was Experten sagen
Skeptisch zur Fortsetzung der Grenzkontrollen zeigte sich dagegen die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger ( SPD ). »Grenzkontrollen haben immer zu dem gehört, was ich durchaus ja als kritisch gesehen habe«, sagte sie im »Bericht aus Berlin«. »Ich glaube nach wie vor, dass dauerhafte Grenzkontrollen nicht das Mittel der Wahl sind in Europa, mitten in Europa.
Sie schaden uns am Ende mehr, als sie helfen. « Zahlen waren zuletzt sehr niedrig Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ( Bamf ) verzeichnete nach exklusiven SPIEGEL-Informationen im April 2026 noch 6144 Asylerstanträge (mehr dazu hier ). Weniger neue Asylanträge in einem Monat gab es in Deutschland zuletzt im Juni 2020, während der Coronakrise, als Europa stillstand und deshalb auch die Flüchtlingsströme einfroren.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





