
Alkohol: Ärzteverband fordert Schnaps-Verbot in Supermärkten
Ähnlich wie in Norwegen Ärzteverband fordert Schnaps-Verbot in Supermärkten Der Marburger Bund will Hochprozentiges nur noch in lizenzierten »Alkoholshops« verkaufen lassen – zum Schutz von Jugendlichen und gegen...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Ähnlich wie in Norwegen Ärzteverband fordert Schnaps-Verbot in Supermärkten Der Marburger Bund will Hochprozentiges nur noch in lizenzierten »Alkoholshops« verkaufen lassen – zum Schutz von Jugendlichen und gegen Abhängigkeit. Anderswo gibt es damit positive Erfahrungen. 15 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Spirituosen-Auswahl in einem Supermarkt Foto: Klaus Ohlenschläger / picture alliance Wer schon einmal in einem norwegischen Supermarkt war, dürfte bemerkt haben: Alkohol ist dort hochpreisig. Sein Verkauf unterliegt speziellen Regeln, unter anderem gilt: Stärkere Getränke als Bier gibt es dort nicht.
Die Einzelheiten
Die Grenze liegt bei 4,75 Volumenprozent. Wer es härter will, muss in das sogenannte »Vinmonopolet« gehen – eine staatliche Alkohol-Verkaufsstelle, die unter Aufsicht des norwegischen Gesundheitsministeriums steht. Filialen davon findet man in den Städten des Landes, nur dort gibt es etwa Wein oder Schnaps.
Marburger Bund will »Alkoholshops«Das norwegische Modell dürfte eine Inspiration für den Ärzteverband Marburger Bund gewesen sein, er fordert strengere Regeln für den Zugang zu Alkohol in Deutschland: »Der Verkauf hochprozentiger alkoholischer Getränke soll ausschließlich in lizenzierten, spezialisierten Verkaufsstellen (»Alkoholshops«) erfolgen«, hieß es in einer Mitteilung des Verbands aus Anlass seiner Hauptversammlung in Hannover. Supermärkte, Tankstellen und Kioske sollten keinen hochprozentigen Alkohol mehr anbieten dürfen. Mehr zum Thema Pflegeheim für Alkoholiker: Sie trinken sich zu Tode, kontrolliert und betreut Von Bruno Schrep Alkoholpräventionsprogramm in Dortmund: »Süchtig sind immer nur die anderen« Von Tobias Großekemper Für den Marburger Bund gehört Alkoholkonsum zu den größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken in Deutschland.
Besonders junge Menschen müssten besser geschützt werden. Früh etablierte Konsummuster erhöhten nachweislich das Risiko für spätere Abhängigkeitserkrankungen sowie gesundheitliche und soziale Folgeschäden. Internationale Erfahrungen zeigten, so die Ärztevereinigung, dass höhere Altersgrenzen und strengere Verkaufsregulierungen den Alkoholkonsum signifikant senken und insbesondere Jugendliche wirksam schützen können.
Tatsächlich hat es Norwegen laut Expertenansicht in den vergangenen Jahren geschafft, einen hochproblematischen Alkoholumgang der Bevölkerung deutlich zu reduzieren. Mehr zum Thema Bier, Wein, Schnaps: Wo auf der Welt am meisten Alkohol getrunken wird Von Julia Köppe und Guido Grigat Leben als Co-Abhängige: Meine Eltern betranken sich regelmäßig, später heiratete ich einen Alkoholiker Von Cornelia Hoppe Sucht in Deutschland: Im Norden und im Osten leben mehr Alkoholkranke Der Marburger Bund begrüßte auch Pläne des Bundesfamilienministeriums, das »begleitete Trinken« für Jugendliche abzuschaffen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





