
Alkoholverbot: Die Bahn prescht vor
Alkoholverbot : Die Bahn prescht vor Ein Kommentar von Jacqueline Vogt 05.05.2026, 09:34 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Kein Bier mehr auf dem Bahnsteig: Im Frankfurter Hauptbahnhof gilt seit 1. Mai ein...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Alkoholverbot : Die Bahn prescht vor Ein Kommentar von Jacqueline Vogt 05. 2026, 09:34 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Kein Bier mehr auf dem Bahnsteig: Im Frankfurter Hauptbahnhof gilt seit 1.
Mai ein Alkoholverbot. dpa Die Deutsche Bahn verhängt Alkoholverbote für ihre Bahnhöfe, jetzt auch für den Frankfurter Hauptbahnhof. Probleme macht das Trinken außerhalb der Gastronomie aber nicht nur dort.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Mit dem Verbot, Alkohol außerhalb von Gaststätten zu konsumieren, will die Deutsche Bahn (DB) das allgemeine Sicherheitsempfinden von Reisenden erhöhen. Seit Neuestem gilt so ein Alkoholverbot auch für den Frankfurter Hauptbahnhof. Das mögen jene gutheißen, die das für einen Partikularerfolg in dem Versuch halten, mehr Ordnung ins Zusammenleben zu bringen.
Vielleicht wird das im Bahnhof funktionieren. Aber auch außerhalb dieses Areals ist das Trinken ein Thema, bloß ist es da noch schwieriger zu kanalisieren. Ob es die Fußballfans auf dem Querbahnsteig des Bahnhofs sind oder die Pendler, die mit einem Bier in der Hand auf den Zug warten, oder die Grüppchen junger Frauen, die ankommende Freundinnen mit Prosecco begrüßen: Für sie wie für jeden, schlucke er bloß friedlich oder sei er aggressiv und belästige betrunken andere, gilt seit dem 1.
Mai das Alkoholverbot. Der Verkauf in den Geschäften und in den gastronomischen Einheiten im Bahnhof bleibt aber erlaubt, genauso wie der Konsum dort. Ob das Alkoholverbot im Bahnhof eingehalten wird, kontrolliert die DB Sicherheit.
Was Experten sagen
Deren Mitarbeiter, hieß es, seien angehalten, Fingerspitzengefühl walten zu lassen, mindestens für die ersten Wochen, in denen die neue Regelung gilt. Später sollen Platzverweise und Hausverbote möglich sein. Pandemie hat vieles verändert Vielleicht klingen in diesen Tagen dem früheren Frankfurter Ordnungsdezernenten und CDU-Politiker Markus Frank die Ohren.
Er hatte 2016 den Vorschlag gemacht, in einem zu definierenden Radius rund um den Hauptbahnhof und die Hauptwache ein Alkoholverbot einzuführen. Unterstützung hatte er von einigen Gastronomen erhalten, doch die Idee, gesellschaftlich umstritten und juristisch schwer umzusetzen, versandete. Eine Großstadt ist kein Idyll, zudem hat die Pandemie vieles verändert, auch das Verhalten der Bürger.
Dass Menschen jeden Alters und aller sozialen Zusammenhänge nicht nur in Lokalen, sondern auch auf der Straße trinken, hat sich in der Coronavirus-Krise, in der die Gastronomie zeitweise geschlossen bleiben musste, etabliert und nicht mehr geändert. Auswüchse, die immer wieder vorkommen, sind damit nicht entschuldigt, vielleicht nicht einmal erklärt. Mehr zum Thema Neue Regel vom 1.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





