
Alterssicherung: Die AfD und die Rente – unhaltbare Versprechen
Alterssicherung : Die AfD und die Rente – unhaltbare Versprechen Gastbeitrag Von Franz Ruland 09.05.2026, 14:37Lesezeit: 4 Min. Wie soll die Rechnung aufgehen? Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino ChrupalladpaDie...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Alterssicherung : Die AfD und die Rente – unhaltbare Versprechen Gastbeitrag Von Franz Ruland 09. 2026, 14:37Lesezeit: 4 Min. Wie soll die Rechnung aufgehen?
Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino ChrupalladpaDie AfD verbreitet falsche Furcht vor Altersarmut. Und ihre Rezepte sprengen nicht nur finanzielle Grenzen. Von den vielen Milliarden würden vor allem bessergestellte Rentner profitieren.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In der Rentenpolitik richtet sich das öffentliche Interesse vor allem auf die Koalitionsparteien. Es sind CDU/CSU und SPD, die über die nächste Reform entscheiden werden. Die Rentenpläne der anderen Parteien geraten aus dem Blickfeld.
Das gilt auch für die der AfD, die in der Wählergunst immer weiter zuzulegen scheint. Es ist an der Zeit, ihr rentenpolitisches Programm einmal genauer anzuschauen, soweit sich konkrete Aussagen dazu finden lassen. Zunächst einmal macht die AfD den Istzustand schlecht.
So hieß es in ihrem Bundestagswahlprogramm 2025, dass ein „großer Teil der Rentner bittere Altersarmut“ leide. Es sind aber nur drei Prozent der Altersrentner ergänzend auf Grundsicherung angewiesen; sie haben zu kurz oder zu wenig in die Rentenversicherung eingezahlt. Paare über 65 hatten 2023 ein Durchschnittseinkommen von 3759 Euro.
Was Experten sagen
Männer kamen auf 2213 Euro, Frauen auf 1858 Euro. Niedrige Rente und niedriges Alterseinkommen sind nicht dasselbeDiese Beträge liegen deutlich über den durchschnittlichen Altersrenten. Sie betrugen 2024 für Männer 1340 Euro und für Frauen 981 Euro; für Versicherte mit mindestens 35 Beitragsjahren waren es 1891 Euro beziehungsweise 1459 Euro.
Daher ist es falsch, von niedrigen gesetzlichen Renten auf Altersarmut zu schließen. Richtig ist, dass Deutschland laut einer OECD-Studie von 2025 mit einem Sicherungsniveau von 53 Prozent unter dem Durchschnitt von 62,4 Prozent liegt, den die Studie für die 38 Industrieländer ermittelt hat. Die Türkei kommt demnach auf mehr als 100 Prozent.
Österreich, dessen Rentensystem für die AfD Vorbild ist, käme auf 87 Prozent. Bei den Gründen, mit denen die AfD den Unterschied zu Deutschland erklärt, fehlt einer der wichtigsten: Wer in Österreich weniger als 15 Jahre Beiträge eingezahlt hat, erhält keine Rente. In Deutschland beträgt die Wartezeit nur fünf Jahre.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





