
Angriffe in Russland: Und Putin greift zum Hörer
Angriffe in Russland : Und Putin greift zum Hörer Von Friedrich Schmidt 30.04.2026, 16:17 Lesezeit: 5 Min. Bildbeschreibung ausklappen Ein Satellitenbild vom Mittwoch zeigt Rauch über einer Pumpstation in der Region...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Angriffe in Russland : Und Putin greift zum Hörer Von Friedrich Schmidt 30. 2026, 16:17 Lesezeit: 5 Min. Bildbeschreibung ausklappen Ein Satellitenbild vom Mittwoch zeigt Rauch über einer Pumpstation in der Region Perm.
Die Drohnen der Ukraine treffen Ziele tief in Russland. Moskau muss sogar die Militärparade zum 9. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es ist eine Machtdemonstration, mehr als eineinhalbtausend Kilometer entfernt von der Front: Ukrainische Drohnen haben am frühen Donnerstagmorgen schon den zweiten Tag hintereinander Ziele in Perm im Ural angegriffen.
Die Einzelheiten
Mit Folgen: Bilder, die örtliche sowie ukrainische Kanäle auf dem Messenger Telegram veröffentlichen, zeigen Rauch über der Stadt, Feuer und Explosionen am Boden. Immer wieder sind in der Stadt Sirenen zu hören. Es geht den Ukrainern um Einrichtungen der Rohstoffindustrie, in Perm um eine Ölpumpstation des Pipelinenetzbetreibers Transneft sowie um eine Raffinerie des Ölkonzerns Lukoil.
Ihre Langstreckendrohnen werden offenkundig immer leistungsstärker. Schon am Mittwoch hatten Bewohner Perms in sozialen Medien über ölhaltigen Niederschlag geklagt, Schulen wurden evakuiert. Der Gouverneur der Region, Dmitrij Machonin, äußerte sich lange gar nicht und wiegelte dann am Donnerstag ab: „Eine feindliche Drohne“ habe „einen Industriestandort“ in der Gegend angegriffen, teilte er mit, „Verletzte und bedeutsame Zerstörungen gibt es nicht.
Nichts bedroht Leben und Gesundheit der Bewohner. “ Solche Äußerungen hatte es auch zu der recht ähnlichen Lage in Tuapse am Schwarzen Meer gegeben. Sie passen nicht zu dem pechschwarzen Rauch und den Klagen über beißenden Gestank.
Was Experten sagen
Die Parade muss kleiner werden Nicht allein Russlands Rohstoffanlagen sind bedroht. Auch die traditionelle Militärparade zum „Tag des Sieges“ von 1945 soll in diesem Jahr „in verkürztem Format“ stattfinden, wie Präsident Wladimir Putins Sprecher, Dmitrij Peskow, am Mittwoch bestätigte. Beobachter hatten zwar damit gerechnet, dass Putins Parade – ein stets symbolhaft aufgeladenes Kernelement seiner Herrschaft – in diesem Jahr bescheidener ausfallen werde als in früheren Jahren.
Aber nicht mit der Offenheit, mit der Peskow begründete, warum weder militärisches Gerät wie Panzer und Schützenpanzer noch Kadetten an der Parade teilnehmen sollen; nur Kampfflugzeuge sollen über den Roten Platz fliegen. Zuletzt hatte es 2007 eine Parade ohne Militärgerät gegeben. Das Verteidigungsministerium begründete den Schritt am Dienstagabend offiziell noch knapp mit „operativen Umständen“.
Diese Formel ließe noch Raum für andere Deutungen, etwa Anforderungen der „speziellen Militäroperation“, wie der Angriffskrieg gegen die Ukraine genannt wird. Peskow wiederholte die Formel des Militärs tags darauf zwar, stellte aber darüber hinaus klar, man ergreife „alle Mittel, um vor dem Hintergrund terroristischer Bedrohungen Gefahren zu verringern“.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





