
Anklage gegen Castro: Droht Kuba das gleiche Schicksal wie Venezuela?
Anklage gegen Castro : Droht Kuba das gleiche Schicksal wie Venezuela? Von Majid Sattar , Tjerk Brühwiller 21.05.2026, 17:07Lesezeit: 4 Min. Ein Exilkubaner wirbt im Mai in Miami für eine Intervention der USA auf KubaAP...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Anklage gegen Castro : Droht Kuba das gleiche Schicksal wie Venezuela? Von Majid Sattar , Tjerk Brühwiller 21. 2026, 17:07Lesezeit: 4 Min.
Ein Exilkubaner wirbt im Mai in Miami für eine Intervention der USA auf KubaAP Photo/Rebecca BlackwellDie USA klagen den früheren kubanischen Präsidenten wegen Mordes an. Das ist nicht nur ein rechtlicher Schritt. Der Druck auf das Regime soll weiter wachsen.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die amerikanische Regierung gibt sich keine sonderliche Mühe, zu verschleiern, dass die Anklageerhebung gegen Raúl Castro keine rein rechtliche Angelegenheit ist. Während der amtierende Justizminister Todd Blanche in Miami die Anklage gegen den 94 Jahre alten früheren Präsidenten Kubas vorstellte, wandte sich Außenminister Marco Rubio in einer Videobotschaft direkt ans kubanische Volk – auf Spanisch. Am Jahrestag der Unabhängigkeit des Inselstaates – 1902 endeten vier Jahre amerikanischer Militärverwaltung infolge des Spanisch-Amerikanischen Krieges – sagte Rubio, Sohn kubanischer Einwanderer und Kopf hinter der Kampagne des maximalen Drucks auf das kommunistische Regime, Donald Trump biete einen neuen Pfad für die Vereinigten Staaten und ein neues Kuba.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Raúl Castro, Bruder und Nachfolger von Revolutionsführer Fidel, und GAESA, das vom kubanischen Militär kontrollierte Unternehmenskonglomerat, seien für die Wirtschaftsmisere auf der Insel verantwortlich – und nicht das faktische Ölembargo der Vereinigten Staaten gegen das Regime. Der wahre Grund dafür, dass das Volk den Mangel an Nahrung und Benzin ertragen und 22 Stunden am Tag ohne Elektrizität auskommen müsse, sei das Regime, das Milliarden geraubt habe.
Castro müsste nach Florida kommenRubio führt seit Monaten Geheimverhandlungen mit Havanna, um einen politischen und wirtschaftlichen Wandel auf der Insel zu erzwingen. Raúl Castro schickte dafür seinen Enkel Raúl Guillermo Rodríguez Castro vor. Parallel dazu unterbindet Washington die Lieferung von venezolanischem Öl an Kuba (und setzte Mexiko unter Druck, den Export ebenfalls einzustellen).
Was Experten sagen
Mit der Videobotschaft wandte sich Rubio, der über den Stand der Gespräche nichts offenbart, erstmals direkt ans kubanische Volk. Ernesto Soberón Guzman, Kubas Botschafter bei den Vereinten Nationen, wies Rubios Vorwürfe zurück: Die Ausführungen des Außenministers seien für jeden, der über ein Mindestmaß an gesundem Menschenverstand verfüge, eine Beleidigung seiner Intelligenz. Marco Rubio im April in WashingtondpaZuvor hatte Todd Blanche die Anklage gegen Castro begründet: Dem früheren Präsidenten, der 2008 für zehn Jahre seinem Bruder im Präsidentenamt folgte und immer noch im Hintergrund die Fäden zieht, wird vorgeworfen, maßgeblich in den Abschuss mehrerer Kleinflugzeuge durch Kubas Luftwaffe im Jahr 1996 verwickelt gewesen zu sein.
Dabei waren auch drei amerikanische Staatsbürger getötet worden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





