
Antidrogenkampf der USA: Sheinbaum, Trump und das Narco-Dilemma
Antidrogenkampf der USA : Sheinbaum, Trump und das Narco-Dilemma Von Tjerk Brühwiller, São Paulo 16.05.2026, 13:57Lesezeit: 4 Min. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum in einer Pressekonferenz Anfang Mai in...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Antidrogenkampf der USA : Sheinbaum, Trump und das Narco-Dilemma Von Tjerk Brühwiller, São Paulo 16. 2026, 13:57Lesezeit: 4 Min. Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum in einer Pressekonferenz Anfang Mai in Mexico CityEPABisher ist die mexikanische Präsidentin Trump stets entgegengekommen, wenn er sie unter Druck setzte.
Doch jetzt klagen die USA einen ihrer mächtigsten Verbündeten an. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die mexikanische Präsidentin Claudia Sheinbaum hat im Umgang mit den Vereinigten Staaten schon mehrmals ihren Pragmatismus bewiesen. Als US-Präsident Donald Trump im Februar 2025 mit Zöllen drohte, falls Mexiko nichts gegen die illegale Migration unternehme, ließ Sheinbaum 10.
Die Einzelheiten
000 Nationalgardisten an der Nordgrenze stationieren. Auch im Kampf gegen den Rauschgifthandel hat sie Erfolge vorzuweisen. Unter ihrer Führung hat Mexiko bereits 92 mutmaßliche Kartellmitglieder an die USA überstellt, mehr als je zuvor.
Zudem wurde im vergangenen Februar „El Mencho“ bei einer Militäraktion getötet, der Anführer des Jalisco-Kartells, der seit Jahren weit oben auf der Fahndungsliste der US-Behörden gestanden hatte. Doch nun stellt Washington die mexikanische Präsidentin vor eine Herausforderung, die nicht nur ihren bewährten Pragmatismus, sondern ihr gesamtes außen- und innenpolitisches Geschick fordert. Ende April veröffentlichte das US-Justizministerium eine Anklageschrift gegen den Gouverneur von Sinaloa an der Westküste des Landes, Rubén Rocha Moya, und neun weitere amtierende und ehemalige mexikanische Beamte, darunter einen Senator und den Bürgermeister von Culiacán, der Hauptstadt des Bundesstaates.
Ihnen wird vorgeworfen, Teil einer korrupten und gewalttätigen Verschwörung zu sein, die dem Sinaloa-Kartell geholfen haben soll, große Mengen an Fentanyl und Kokain in die Vereinigten Staaten zu schmuggeln. Symbiose zwischen Politikern und Kartellchefs? Die US-Staatsanwaltschaft zeichnet das Bild einer engen Symbiose zwischen der politischen Elite Sinaloas und den „Chapitos“, der Fraktion des Kartells, die von den Söhnen von Joaquín „El Chapo“ Guzmán angeführt wird.
Was Experten sagen
Laut Anklage half das Kartell Rocha Moya 2021 bei seiner Wahl zum Gouverneur, indem es politische Rivalen entführte und einschüchterte. Dafür soll Rocha Moya zugesagt haben, kartellnahe Beamte in die Verwaltung zu berufen und den Chapitos Straffreiheit für ihre Operationen zu garantieren. Beteuert seine Unschuld: der Gouverneur von Sinaloa, Rubén Rocha Moya, bei einer Erdbebenübung 2024 in CuliacánAPBesonders erschütternd sind die Details über die Beteiligung von Sicherheitskräften.
So soll ein ranghoher Kommandeur der Polizei von Culiacán Bestechungsgelder erhalten haben, um dem Kartell uneingeschränkten Zugang zur städtischen Polizei zu gewähren und sogar bei der Entführung und Ermordung einer Quelle der US-Drogenbehörde DEA zu helfen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





