
Araghchi in Peking: China und Iran stimmen sich vor Trump-Besuch ab
Araghchi in Peking : China und Iran stimmen sich vor Trump-Besuch ab Von Friederike Böge , Jochen Stahnke 06.05.2026, 15:09Lesezeit: 4 Min. Ungleiche Partner: Irans Außenminister Abbas Araghchi mit seinem chinesischen...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Araghchi in Peking : China und Iran stimmen sich vor Trump-Besuch ab Von Friederike Böge , Jochen Stahnke 06. 2026, 15:09Lesezeit: 4 Min. Ungleiche Partner: Irans Außenminister Abbas Araghchi mit seinem chinesischen Gegenüber Wang Yi am Mittwoch in PekingReutersErstmals im Irankrieg reist Außenminister Araghchi nach Peking.
Teheran will Handlungsfähigkeit demonstrieren – China präsentiert sich als Macht des Friedens. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wenige Tage vor dem Peking-Besuch des amerikanischen Präsidenten hat China seine „strategische Partnerschaft“ mit Iran bekräftigt. Wie gewohnt präsentierte sich Peking als Macht des Friedens.
Die Einzelheiten
„Ein umfassender Waffenstillstand duldet keinen Aufschub“, sagte Außenminister Wang Yi beim Empfang seines iranischen Gegenübers Abbas Araghchi am Mittwoch in Peking. „Eine Wiederaufnahme der Kampfhandlungen ist nicht ratsam und die Fortsetzung der Verhandlungen besonders wichtig. “ Wang wiederholte allgemeine Prinzipien zu Frieden und Stabilität, aber konkrete diplomatische Bemühungen Pekings schienen auch aus den neuesten Verlautbarungen nicht durch.
Teheran überging kommentarlos Pekings Forderung an „die involvierten Parteien“, die Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen. Das, so hieß es aus Peking, sei der gemeinsame „dringliche Aufruf der internationalen Gemeinschaft“. Auch Wang Yis Bemerkung, dass China Irans Zusicherung begrüße, keine Atomwaffen zu entwickeln, blieb in der Mitteilung Teherans zu dem Treffen unerwähnt.
Pekings Unterstützung ist nicht selbstverständlichAraghchi wiederum bezeichnete China als „engen Freund“ und behauptete, Wang habe die Iraner „für ihren Widerstand und ihre Standhaftigkeit gegenüber dem Aggressor gelobt“. Davon stand freilich nichts in der Erklärung des chinesischen Außenministeriums. In Teheran gibt es die Hoffnung, dass Staats- und Parteichef Xi Jinping den US-Präsidenten Donald Trump bei dessen Besuch kommende Woche in Peking drängen könnte, von seinen Maximalpositionen in der Atomfrage abzulassen.
Was Experten sagen
Iran setzt außerdem auf Chinas diplomatische Unterstützung im UN-Sicherheitsrat, um Teheran-kritische Resolutionen per Veto abzuwehren. Die iranische Delegation um Außenminister Abbas Araghchi (links) beim Treffen mit Chinas Außenminister in Peking. ReutersIm März hatte Peking allerdings mit einer Enthaltung deutlich gemacht, dass seine Unterstützung nicht selbstverständlich sei.
Konkret ging es um eine Resolution, in der Irans „ungeheuerliche Angriffe“ auf Nachbarstaaten verurteilt wurden. Vergangene Woche war Araghchi bereits in Moskau. Die enge Koordinierung ist dabei dreiseitig: Wang Yi wiederum hatte am Tag nach den ersten US-israelischen Luftschlägen auf Iran den russischen Außenminister Sergej Lawrow angerufen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





