
Archäologie an der HU: Wie der Sparzwang an Berliner Unis die Kultur bedroht
Archäologie an der HU : Wie der Sparzwang an Berliner Unis die Kultur bedroht Von Heike Schmoll, Berlin 18.05.2026, 09:11Lesezeit: 4 Min. Protest gegen geplante Schließung des Instituts für Archäologie an der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Archäologie an der HU : Wie der Sparzwang an Berliner Unis die Kultur bedroht Von Heike Schmoll, Berlin 18. 2026, 09:11Lesezeit: 4 Min. Protest gegen geplante Schließung des Instituts für Archäologie an der Humboldt-Universität in Berlin.
Institut für Archäologie der Humboldt-Universität zu BerlinDie geplante Schließung der Archäologie an der Humboldt-Uni sei akademischer Kannibalismus, sagt der Direktor des archäologischen Parks in Pompeji, Gabriel Zuchtriegel. Ein alternatives Konzept liegt schon vor. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App „Was an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) zurzeit passiert, ist Anstiftung zum akademischen Kannibalismus: Ein Opfer (Archäologie) wird ausgesondert, wer sich vor es stellt (andere Fächer), riskiert, selbst gerupft zu werden“, sagt der Direktor des archäologischen Parks in Pompeji, Gabriel Zuchtriegel, wutentbrannt in den sozialen Medien.
Die Einzelheiten
Als ehemaliger HU-Student und Projektpartner der HU-Archäologie hält er die Schließung des Instituts für Archäologie für ein Desaster mit unabsehbaren Folgen für alle kulturwissenschaftlichen und historischen Fächer sowie für die gesamte Universität. Am Institut für Archäologie der HU gibt es zwei archäologische Studiengänge, zum einen die Klassische Archäologie am traditionsreichen Winckelmann-Institut, zum anderen die Archäologie und Kulturgeschichte Nordostafrikas (AKNOA). Seit 1992 gehört das Institut zur Fakultät für Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaften, die in den nächsten Jahren 1,5 Millionen Euro einsparen muss.
Insgesamt muss die HU acht Millionen Euro einsparen. Die betroffenen Kulturwissenschaftler klagen darüber, dass 90 Prozent der Einsparungen an ihrer Fakultät von ihnen erbracht werden müssten, während andere Fächer geschont würden. Dass das Institut für Archäologie in der bisherigen Form nicht weitergeführt wird, weil eine der drei Professuren gestrichen wird, steht fest.
Zwischenzeitlich schien nicht einmal mehr klar, ob man künftig an der Humboldt-Universität überhaupt noch Archäologie studieren kann. Petition mit über 16. 000 UnterschriftenStudenten und Professoren sind mehr als beunruhigt und planen lautstarken Protest.
Was Experten sagen
Einer der studentischen Vertreter im Fachschaftsrat spricht gegenüber der F. von „PR-Nebelkerzen“ des Präsidiums und verweist auf die nötige Spezialisierung in der Archäologie, um überhaupt auf dem Arbeitsmarkt Chancen zu haben. Es sei eine „kommunikative Katastrophe“, die das Vertrauen der Studenten grundlegend zerstört habe.
Eine Studentin berichtet von Kommilitonen, die den Studienort wechseln, weil die Zukunft an der HU offen ist. Das Präsidium hat zwar allen, die mit dem Archäologie-Studium beginnen, garantiert, dass sie es auch beenden können, aber das beruhigt nicht. Eine Petition gegen die Schließung trägt die Unterschriften von über 16.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





