
Armutszuwanderung: Alleine kommt das Ruhrgebiet gegen Sozialmissbrauch nicht an
Armutszuwanderung : Alleine kommt das Ruhrgebiet gegen Sozialmissbrauch nicht an Von Reiner Burger, Hagen 22.05.2026, 06:00Lesezeit: 4 Min. Ministerin Scharrenbach bei der Kontrolle von Bau- und Wohnungsbeständen in...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Armutszuwanderung : Alleine kommt das Ruhrgebiet gegen Sozialmissbrauch nicht an Von Reiner Burger, Hagen 22. 2026, 06:00Lesezeit: 4 Min. Ministerin Scharrenbach bei der Kontrolle von Bau- und Wohnungsbeständen in Hagen im September 2025dpaStädte wie Hagen haben schwer mit Schrottimmobilien zu kämpfen, mit denen Kriminelle viel Geld verdienen.
Wie können Land und Bund den Kommunen helfen? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Im Kampf gegen Sozialmissbrauch und Problemimmobilien ist ein langer Atem nötig. Und an vielen Stellen muss von Bund, Land und betroffenen Kommunen gleichzeitig angepackt werden.
Die Einzelheiten
Immer wieder wird das an diesem Vormittag im Hagener Ratssaal deutlich. Die nordrhein-westfälische Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU) ist in die Stadt am südöstlichen Rand des Ruhrgebiets gekommen, um in großer Runde mit Oberbürgermeister und Parteikollege Dennis Rehbein, mehreren Dezernenten sowie Vertretern örtlicher Wohnungsbaugesellschaften den „Hagen-Pakt“ zu unterzeichnen. Er sieht vor, dass der Stadt mit 197.
000 Einwohnern in den kommenden zehn Jahren aus verschiedenen Töpfen des Landes Nordrhein-Westfalen und des Bundes 80 bis 100 Millionen Euro zufließen, um etwa 230 der insgesamt 350 Schrottimmobilien, die es mittlerweile in Hagen gibt, zu sanieren oder abzureißen. „Wir sind auf diese Unterstützung angewiesen, alleine würden wir es nicht schaffen“, sagt Rehbein. Seine Stadt ächzt unter einer Schuldenlast von einer Milliarde Euro.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Rehbein will Tempo machen. Noch dieses Jahr soll die erste Tranche in Höhe von 13 Millionen Euro abgerufen werden.
Was Experten sagen
„Wir müssen endlich loslegen. “ Hagen soll wieder zu einer lebenswerten, sozial stabilen und zukunftsfähigen Stadt werden, aus der „gefühlten Abwärtsspirale“ herauskommen. Es ist das Kernversprechen, mit dem sich Rehbein im vergangenen Herbst im Oberbürgermeisterwahlkampf gegen seinen Konkurrenten von der AfD durchgesetzt hat.
Mehr als die Hälfte der Armutszuwanderer bezieht SozialleistungenWie Duisburg oder Gelsenkirchen zählt Hagen zu den vom Strukturwandel besonders betroffenen Ruhrgebietskommunen, die seit der EU-Osterweiterung mit einem weiteren Problem konfrontiert sind: der Armutsmigration vorwiegend aus Rumänien und Bulgarien. Meist handelt es sich um Roma, die in ihrer alten Heimat ausgegrenzt sind. Als EU-Bürger nutzen sie ihr gutes Recht, nach Deutschland zu kommen: die EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit.
Was die Menschen ins Ruhrgebiet zieht – wo es kaum Jobs für Nicht- oder Geringqualifizierte gibt –, sind die Sozialleistungen und der leer stehende Wohnraum. Allein in Hagen leben rund 7000 EU-Bürger aus Südosteuropa. Mehr als die Hälfte von ihnen bezieht Sozialleistungen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





