
Auf dem Gallery Weekend Berlin: Das ist die neue Berliner Schule
Auf dem Gallery Weekend Berlin : Das ist die neue Berliner Schule Von Niklas Maak 01.05.2026, 17:42 Lesezeit: 6 Min. Bildbeschreibung ausklappen Der beste Freund der Instagramer: Beeple mit seinen Roboterhunden in der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Auf dem Gallery Weekend Berlin : Das ist die neue Berliner Schule Von Niklas Maak 01. 2026, 17:42 Lesezeit: 6 Min. Bildbeschreibung ausklappen Der beste Freund der Instagramer: Beeple mit seinen Roboterhunden in der Neuen Nationalgalerie AP Fünfzig Galerien veranstalten wieder das „Gallery Weekend Berlin“.
Die Wagemmutigen unter ihnen zeigen, wie attraktiv die Stadt immer noch für Kunst ist. In zwei Museen kann man dagegen eher Bauklötze staunen. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Das Gejammer darüber, dass Berlin nicht mehr so aufregend sei wie früher, ist fast genauso alt wie Berlin selbst: In den Zwanzigerjahren trauerte man der Pracht des Kaiserreichs und seiner Salons hinterher, in den Siebzigerjahren den „Roaring Twenties“, in den Neunzigerjahren hieß es, einen David Bowie, einen Martin Kippenberger wie in den Siebzigern gibt’s hier nicht mehr – und jetzt heißt es, die Energie, die Berlin in den Neunzigern zum weltweiten Sehnsuchtsort machte, sei verschwunden.
Die Einzelheiten
Jedes Mal ist die Klage Quatsch. Was verschwunden ist, sind allenfalls die günstigen Mieten für Wohnungen und Ateliers, und der Senat tut immer noch zu wenig, um die Kunstwelt, mit der die Imagekampagnen der Hauptstadt gern Werbung machen, in der Stadt zu halten. Die gute Nachricht lautet: Trotz Arbeits- und Wohnbedingungen, die mittlerweile ähnlich miserabel sind wie in New York, hat Berlin immer noch eine spannende, neue Generation von Künstlern, Kuratoren, Galeristen und Sammlern – obwohl die Schließung von Julia Stoscheks Berliner Dependance und der Abzug ihrer auch international bedeutenden Sammlung von Film -und Videoarbeiten (modischer Kunstkauderwelsch-Fachbegriff: „zeitbasierte Kunst“) ein herber Verlust für die Stadt sind.
Mut zu Entdeckungen Was in Berlins Kunstwelt passiert, kann man auf dem diesjährigen Gallery Weekend sehen, das trotz der globalen Kunstmarktkrise zum 23. Auch in Berlin leiden die Galerien unter der Krise, aber, so erklärt Weekend-Chefin Antonia Ruder, sie treffe vor allem den hochpreisigen Markt, und die mittleren Segmente seien resilienter: „Wir haben hier eben nicht reihenweise Galerienschließungen“, und obwohl der Markt nach „Blue Chips“ sucht, wagten die Berliner Galerien es immer wieder, auch neue und unbekanntere Künstler auszustellen. Yuji Agematsu schafft Assemblagen aus dem, was auf Straßen herumliegt – ausgestellt sind sie in der Galerie Buchholz Yuji Agematsu / Galerie Buchholz Ein schönes Beispiel dafür liefert die Galerie Buchholz: Hier zeigt der 1956 in Japan geborene, in New York lebende Yuji Agematsu eine epische Monumentalarbeit.
Jeden Tag geht er mit einer leeren Zigarettenschachtel durch die Straßen der Städte, in denen er sich aufhält, und steckt Heruntergefallenes, herumliegende Dinge hinein: ein paar Gummibärchen, eine Feder, einen Kronkorken, einen Plastikdeckel, ein Stück Ast – alles, was in der Gosse liegt, in vergessene Ecken der Stadt wehte.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





